EU-weite Razzia gegen Produktfälscher: 30 Onlinehändler festgenommen
Europol, die italienische "Guardia di Finanza" und diverse weitere europäische Ermittlungsbehörden haben zahlreiche Onlinehändler festgenommen und 3300 Webseiten geschlossen. Einige Ermittlungen sind noch im Gange.
Mehr als 30 Personen sind im Zuge einer EU-weiten Razzia der Operation "Aphrodite II" gegen den Handel mit gefälschten Produkten festgenommen worden. Laut einer Europol-Aussendung wurden weitere 110 Verdächtige an die jeweils zuständigen Behörden gemeldet.
Die Festgenommenen wickelten ihre Geschäfte mit gefälschten Produkten hauptsächlich auf Onlineplattformen und in sozialen Medien ab. Als Resultat der Ermittlungen wurden 16'470 Social-Media-Konten eingestellt und 3300 Webseiten geschlossen. Zudem wurden mehr als 4,7 Millionen gefälschte Produkte beschlagnahmt. Gehandelt wurde unter anderem mit Kleidung, Sportausrüstung, Medikamenten, Mobiltelefonen und elektronischen Geräten.
Der "Koordinierte Zusammenschluss gegen Kriminalität im Bereich des geistigen Eigentums" (IPC3) von Europol und die italienische "Guardia di Finanza" – eine Polizeieinheit zur Wirtschaftskriminalitätsbekämpfung – haben die Ermittlungen koordiniert. Unterstützt wurden sie vom "Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum" und diversen Ermittlungsbehörden aus 18 europäischen Ländern - darunter auch Österreich. Einige Ermittlungen sind noch im Gange.
Soziale Medien und digitale Plattformen werden laut Europol zunehmend für den Handel von gefälschten Produkten benutzt. Die Angebote der Verkäufer weisen mitunter versteckte Links auf, die zu Verkaufsportalen ausserhalb der EU führen.
Dieser Artikel erschien zuerst am 13. Juni 2019 auf elektrojournal.at
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