Schweizer Zentrum für digitale Souveränität hat einen neuen Co-Direktor
Ab September wird Jan Kerschgens an der Seite von Matthias Stürmer die Nachfolge von Pascal Stöckli als Co-Leiter des Schweizer Zentrums für digitale Souveränität antreten. Er wird insbesondere die Arbeiten in den Bereichen Open Source, souveräne Cloud, Opendesk und Open-Source-KI koordinieren.
Das Schweizer Zentrum für digitale Souveränität (SDS), das dem Institut Public Sector Transformation der Berner Fachhochschule (BFH) angegliedert ist, erweitert seine Co-Leitung um Jan Kerschgens. Ab dem 1. September 2026 wird er das Zentrum gemeinsam mit Matthias Stürmer leiten, wie die BFH mitteilt.
Kerschgens verfüge über mehr als zehn Jahre Erfahrung im Aufbau nationaler Forschungs- und Innovationsökosysteme, die Wissenschaft, Wirtschaft und den öffentlichen Sektor zusammenbringen. Seine berufliche Laufbahn habe ihn unter anderem zum NCCR Robotics geführt, wo er als Managing Director tätig gewesen sei, sowie zum EPFL Center for Intelligent Systems, dessen Gründung er als Leiter begleitet habe. Zudem habe er die KI-Initiative von Innovaud im Kanton Waadt geführt.
Kerschgens berate ausserdem die Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa (UNECE) zu Innovationsökosystemen und innovationsfördernder öffentlicher Beschaffung. Zudem ist er Vorstandsmitglied bei CH Open sowie Mitglied der Expertengruppe "AI Law and Technology" der Schweizerischen Akademie der Technischen Wissenschaften (SATW).
Vielfältiger Verantwortungsbereich
Als neuer Co-Direktor werde Kerschgens am SDS die vier Arbeitsgruppen zu Open Source, Opendesk, souveräner Cloud und Open-Source-KI koordinieren. Nach Angaben der BFH wird er zudem die Finanzierung und den Ausbau des Zentrums vorantreiben sowie Studien und Referenzdokumente für die Praxis erstellen. Im Bereich der künstlichen Intelligenz wolle Kerschgens insbesondere an den Schnittstellen zwischen Open-Source-KI und offenen Schweizer Modellen wie Apertus arbeiten. Ausserdem soll er das Netzwerk des SDS in der Westschweiz und in Genf ausbauen.
"Souveränität bedeutet nicht, alles selbst zu machen. Souveränität bedeutet, die digitale Welt, von der wir abhängig sind, verstehen, kontrollieren und weiterentwickeln zu können. Nicht autark, sondern kontrollierbar und durch Zusammenarbeit. Genau daran arbeiten wir im SDS-Zentrum", erklärt Kerschgens.
Kerschgens tritt laut Mitteilung die Nachfolge des SDS-Mitgründers Pascal Stöckli an, der sein Amt Ende August niederlegen wird. Seit 2025 habe Stöckli gemeinsam mit Stürmer das Zentrum und dessen Netzwerk ausgebaut.
Am Swiss EA Connect Day 2026 diskutierten Fachleute über die digitale Handlungsfreiheit. Wie sich diese zurückerobern lässt und was das Unterfangen kostet, können Sie hier nachlesen.
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