Toshiba Memory gibt sich neuen Namen in unsicheren Zeiten
Aus Toshiba Memory wird Kioxia. Der Namenswechsel per 1. Oktober soll Wert und Erinnerung signalisieren. Die ehemalige Chip-Sparte von Toshiba leidet unter diplomatischem Zwist und Turbulenzen im Markt.
Am 1. Oktober wird sich Toshiba Memory Europe in "Kioxia Europe" umbenennen. Wie das Unternehmen mitteilt, werde der Namenswechel auch für die anderen weltweiten Ableger von Toshiba Memory zum gleichen Zeitpunkt unternommen. Kioxia sei eine Kombination aus dem japanischen Wort "kioku" für "Erinnerung" und dem griechischen Wort "axia" für "Wert". Damit wolle das Unternehmen signalisieren, dass es die Welt mit seinen Speicherlösungen bereichere.
Das Rebranding komme zu einem Zeitpunkt, in dem grosse Unsicherheit auf das Toshiba-Spin-off zukämen, schreibt die "Financial Times". Hintergrund seien Sanktionen Japans gegen südkoreanische Halbleiterhersteller sowie der Handelsstreit zwischen den USA und China. Ausserdem machten dem Unternehmen Preisschwankungen im Chip-Markt zu schaffen. Chairman Stacy Smith habe denn auch auf Risiken hingewiesen, denen Kioxia ausgesetzt sei. Die Nachfrage nach den eigenen Produkten sei aber nach wie vor intakt.
Der Namenswechsel bedeutet auch einen Neuanfang unter neuer Eigentümerschaft. Vor einem knappen Jahr verkaufte Toshiba seine Chip-Sparte. Für 18 Milliarden US-Dollar wechselte sie die Besitzer. Der Verkauf sollte das angeschlagene japanische Unternehmen retten, wie Sie hier lesen können.
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