Steht die Software still, tut dies auch das Business

Kostenfalle Business-Software

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von Coen Kaat
Coen Kaat, stellvertretender Chefredaktor "IT-Markt" (Source: Netzmedien)
Coen Kaat, stellvertretender Chefredaktor "IT-Markt" (Source: Netzmedien)

Die Metall-Zug-Gruppe, zu der auch V-Zug gehört, hat Mitte ­August ihre Geschäftszahlen für das erste Halbjahr 2019 veröffentlicht. Die Zahlen sind nicht gerade berauschend. Der Umsatz stieg zwar im Vergleich zum ersten Halbjahr 2018 um 4 Prozent auf 576,5 Millionen Franken. Unter dem Strich rutschte der Konzern jedoch in die roten Zahlen mit einem Verlust von fast 6 Millionen Franken. In der Vergleichsperiode im Vorjahr lag das Konzernergebnis noch bei über 22 Millionen Franken.

Einer der Gründe für das schlechte Ergebnis war die SAP-Einführung bei V-Zug. Die Implementierung, für die auch 30 Umsysteme eingebunden werden mussten, gestaltete sich als anspruchsvoller, als ursprünglich angenommen, wie der Konzern verlauten liess. Das Resultat seien Lieferschwierigkeiten und erhebliche Mehraufwendungen gewesen.

Business-Software heisst nämlich nicht ohne Grund so. Steht die Software still, tut dies auch das Business. Eine Änderung, sei es ein Update oder eine komplette Migration, sollte daher wohlüberlegt sein. Zu lange mit derselben Software zu arbeiten, kann aber genauso schädlich sein. Etwa dann, wenn sie die Firmenprozesse nicht mehr abdecken kann oder die Konkurrenz in der digitalen Transformation vorbeizuziehen droht.

Der Hintergrundbericht ab Seite 42 gibt darum ein paar nützliche Tipps. Mit diesen sollten künftige ERP-Projekte zur Erfolgsstory werden. Die Geschäftsführer grosser ERP-Anbieter geben Auskunft über Best Practices, warum ERP-Projekte so wichtig sind und warum sie so häufig das geplante Budget übersteigen.

Eine Standardlösung ist dabei nur ein Weg. Um die firmeninternen Prozesse möglichst genau abzubilden, entwickeln manche Unternehmen ihr ERP selbst. Im Podium ab Seite 32 äussern sich Eigenentwickler und Nutzer von Standardlösungen zu den Vor- und Nachteilen beider Möglichkeiten.

Der Marktbericht durchleuchtet den Markt für Business-­IT und identifiziert dabei drei aktuelle Trends: ERP als zentraler Datenhub, BI-Daten für die digitale Kristallkugel und CRM im Kampf um die Kunden. Was dahintersteckt, lesen Sie auf ­Seite 27.

Ich wünsche viel Lesevergnügen und gelungene Projekte mit der September-Ausgabe des "IT-Markt".

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