Marktprognose von Topsoft

Vorwiegend heiter im Schweizer Cloud-Markt

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von Christian Bühlmann, Editor in Chief, Marketing & Communication bei Topsoft

Die Zeichen im Schweizer ICT-Markt stehen weiterhin auf Wachstum. Insbesondere im Cloud-Markt tut sich einiges - nicht zuletzt dank der zunehmenden Digitalisierung vieler Unternehmensbereiche.

(Source: zVg)
(Source: zVg)

Überwiegend heiter, so lauten die Aussichten für web­basierte Lösungen im Schweizer ICT-Markt. Ein Grund, warum immer mehr Systemanbieter auf die Cloud setzen. Auch wenn das Seco für 2019 ein BIP-Wachstum von nur 1,2 Prozent erwartet, sollte die Wirtschaft 2020 wieder kräftig anziehen. Der Franken ist stabil, die Auftragsbücher sind gefüllt und der Handel floriert. Ein ideales Umfeld für KMUs, um sich auf digitaler Ebene für den künftigen Wettbewerb zu rüsten. Bei der Suche nach einer passenden Lösung steht die Cloud vielerorts ganz oben auf der Agenda. Transparente Abonnements, mobile Anwendungen, hohe Verfügbarkeit und Sicherheit machen sie attraktiv. Dank ihr wird IT zum Werkzeug für neue Businessmodelle.

Der digitale Hype geht manchem ergrauten IT-Leiter ganz schön auf die Nerven. Zu Recht, wird hierzulande doch seit über 40 Jahren fleissig digitalisiert. Alter Wein in neuen Schläuchen? Jein. Die rasante und flächendeckende Ausbreitung von Systemen, Menschen und Maschinen, die über leistungsfähige Internetleitungen vernetzt sind, hat zu einem Quantensprung in der IT-Nutzung geführt. Neue Konzepte wie die Industrie 4.0 oder das Internet of Things sowie disruptive Betriebsmodelle wie die Cloud haben die Business-Informatik wiederbelebt. Dank ihr lassen sich Prozesse in- und outsourcen, Organisationen verändern und vieles mehr.

 

Gute Zeiten, schlechte Zeiten

Zwar hat die Schweizer Wirtschaft den Frankenschock und die ökonomische Baisse gut überwunden, die Narben bleiben aber. Viele Unternehmen haben gelernt, in guten Zeiten in ihre Wettbewerbsfähigkeit zu investieren. Da kommen die Versprechen der digitalen Welt wie gerufen. Dank Automatisierung, Robotik und Digitalisierung winken Effizienzsteigerungen in ungeahntem Ausmass. Den Schlüssel dazu liefert die Cloud. Für ICT-Anbieter heisst diese Aufbruchstimmung, jetzt mit den passenden Angeboten am Markt präsent zu sein. Die Kunden sind bereit zu investieren. Dabei lassen sich aktuell drei Trends feststellen:

1. ERP als zentraler Datenhub: Zusätzlich zur klassischen Auftrags- und Kontaktverwaltung treibt die ERP-Engine nicht nur sämtliche Prozesse, Maschinen und Umsysteme an, sondern verbindet diese und stellt die Steuerungslogik zur Verfügung.

2. BI-Daten für die digitale Kristallkugel: Business Intelligence ist weiterhin auf dem Vormarsch. Die Kunst besteht darin, die richtigen Daten aus unterschiedlichen Teilsystemen sinnvoll zu vereinen und auszuwerten. Die Komplexität des Denkens wird zunehmend an die digitalen Systeme delegiert, die den Input für automatisierte Prozesse liefern.

3. CRM im Kampf um die Kunden: Leadgenerierung, Kundenbindung, Zusatzverkäufe – und dies alles crossmedial und über alle Kanäle. Das Zusammenspiel von ERP-BI-CRM gilt als heiliges Dreigestirn im digitalen Kampf um die Gunst der Kunden.

 

Neue Servicemodelle sind gefragt

Softwarehersteller haben ihre Partnermodelle überarbeitet und verkaufen ihre Produkte selbst. Der Channel verliert das Lizenzgeschäft, da Cloud-Anwendungen als Abos direkt übers Internet angeboten werden. Trotzdem können Channelpartner als Gewinner dastehen. IT ist und bleibt komplex. Viele Cloud-Kunden sind froh, wenn sie sich an einen IT-Servicedienstleister in der Nähe wenden können. Beratung hinsichtlich Cloud-Strategien ist bei den Kunden mehr als willkommen, wird aber – so scheint es derzeit – vom Channel viel zu wenig ins Spiel gebracht. Hier muss dringend ein Umdenken vom Produkt- zum Gesamtlösungsanbieter stattfinden.

Die Anbieter in der Marktübersicht. Bitte im neuen Tab öffnen für die volle Auflösung. (Source: Netzmedien; Daten: Topsoft)

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