Gigabit-Internet

Update: UPC nennt Preise für sein Highspeed-Internet

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von Fabian Pöschl und Oliver Wietlisbach

UPC lanciert am 25. September Gigabit-Internet. Damit können auch viele ländliche Regionen von Internetgeschwindigkeiten von 1 Gbit/Sekunde (1000 Mbit/s) profitieren.

(Source: Lionello Delpiccolo / Unsplash)
(Source: Lionello Delpiccolo / Unsplash)

Update vom 25. September 2019:

In der Nacht auf heute hat UPC sein Highspeed-Angebot lanciert und das Sortiment entsprechend angepasst. Wie der Telko mitteilt, führt er neu die Produkte Happy Home Giga (mit UPC TV) und das Basisangebot Connect Giga ein, die beide 1 Gbit/s-Internetgeschwindigkeiten bieten. Für Connect Giga verlangt UPC rund 90 Franken und für Happy Home Giga rund 120 Franken pro Monat. Wer sich aber bis 24. November für Happy Home Giga entscheidet, bezahlt während 24 Monaten nur 59 Franken pro Monat.

Der Telko-Experte Ralf Beyeler hat das UPC-Angebot für Gigabit-Internet analysiert. Er schreibt, dass es höchste Zeit für Gigabit-Internet von UPC wurde, da dies die Konkurrenz wie Swisscom und Sunrise seit vielen Jahren biete. Ausserdem profitierten UPC-Kunden nur beim Herunterladen der Dateien von Gigabit-Internet. Im Upstream betrage die Geschwindigkeit lediglich 100 Mbit/s. Bei den meisten Schweizer Internet-Providern erhielten die Kunden aber sowohl im Down- als auch im Upstream einen Internetanschluss mit Gigabit-Geschwindigkeit.

Beyeler kritisiert zudem, dass UPC trotz Aktion teurer als viele Konkurrenten sei. Ein Vergleich habe ergeben, dass UPC zwischen 34 und 87 Prozent teurer als das jeweils günstigste Angebot der Konkurrenz sei, selbst Swisscom sei in vielen Fällen bei den Listenpreisen günstiger. UPC profitiere davon, dass das Unternehmen an vielen Orten Monopol-Anbieter für schnelles Internet sei und deshalb die hohen Preise durchsetzen könne. Beyeler kritisiert UPC ausserdem dafür, dass das Unternehmen neu auf Verträge mit einer Mindestlaufzeit von 24 Monaten setzt. Wenn Kunden einen Vertrag über 12 Monate abschliessen möchten, müssten sie einen Aufpreis von monatlich 10 Franken zahlen. Beyeler urteilt: "Das ist nicht kundenfreundlich." Er empfiehlt, keine Verträge mit einer Mindestlaufzeit von 24 Monaten abzuschliessen.

Originalmeldung vom 19. September 2019 "UPC lanciert Highspeed-Internet für die Landbevölkerung":

In einer Woche, am 25. September, bringt UPC sein Internetangebot mit der Geschwindigkeit von 1 Gigybyte (GB) pro Sekunde auf den Markt. Laut Mitteilung gilt das Angebot für das gesamte Schweizer Versorgungsgebiet von UPC. "Somit werden dank der leistungsstarken Infrastruktur und zukunftssicheren Technologie von UPC auch viele ländliche und abgelegene Regionen bald Zugang zu Spitzen-Internetgeschwindigkeiten haben", schreibt der Anbieter. Dieser Ausbau ist für Hunderttausende Schweizer in ländlichen oder alpinen Regionen zentral, da Telekomanbieter wie Swisscom in diesen Gebieten oft auf neue Glasfaserleitungen bis in die Gebäude verzichten. Swisscom wirbt zwar in ländlichen Regionen mit "alternativer Glasfasertechnologie", dahinter verbergen sich aber Anschlüsse mit langsamen Kupferleitungen. UPC hingegen verlegt in die Gebäude Koaxkabel, die schnelleres Gigabit-Internet erlauben.

Auch Rivale Quickline will die Internetgeschwindigkeit verdoppeln und bis Ende Oktober 20 Prozent der Haushalte mit 1 Gbit/s abdecken. Die Nummer zwei der Kabelanbieter wird die Gigabit-Angebote aber nicht flächendeckend im eigenen Netzgebiet einführen. Es mache keinen Sinn, jedes Dorf aufzurüsten, sagte Konzernchef Frédéric Goetschmann im August.

Dieser Artikel erschien zuerst am 18. September auf watson.ch.

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