Nicht mehr nur für Unternehmen

Google macht Meet kostenlos, um Zoom zu kontern

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Google stellt sein Videokonferenz-Tool Meet, das bisher Unternehmen vorbehalten war, der breiten Öffentlichkeit zur Verfügung. Der kalifornische IT-Riese setzt auf neue Funktionen und IT-Security, um sich von der Konkurrenz abzuheben.

Neu können bis zu 16 Teilnehmer gleichzeitig dargestellt werden. (Source: Google)
Neu können bis zu 16 Teilnehmer gleichzeitig dargestellt werden. (Source: Google)

Der überwältigende Erfolg von Zoom und Teams während des Lockdowns hat Google dazu veranlasst, die eigene Videokonferenzlösung Google Meet kostenlos für jedermann anzubieten. Bisher war die Lösung über die G Suite nur Unternehmen und Bildungseinrichtungen zugänglich. Um zu seinen Konkurrenten aufzuschliessen, enthüllte der kalifornische IT-Riese neue Features.

Inspiriert durch Zoom, ermöglicht die Kachelansicht die Darstellung von bis zu 16 Teilnehmern – zuvor waren es vier. Andere Funktionen nutzen KI, wie etwa die automatische Helligkeitsanpassung bei unzureichender Beleuchtung oder die Unterdrückung von Hintergrundgeräuschen wie beispielsweise Hundegebell oder das Geräusch von Tastenanschlägen. Die Sitzungen sind jedoch auf 60 Minuten begrenzt, allerdings erst ab dem 30. September.

Auch Google legt den Fokus auf die IT-Security. Dazu gehört etwa die Möglichkeit, die Teilnahme an einem Meeting zuzulassen oder zu verweigern, sowie anonyme Nutzer (die kein Google-Konto haben) abzulehnen. Zudem lassen sich Gespräche und Aufzeichnungen, die auf Google Drive gespeichert sind, verschlüsseln.

Google Meet wird voraussichtlich ab Anfang Mai nach und nach allen Personen mit einer Google-E-Mail-Adresse zur Verfügung gestellt. Der Dienst kann direkt in einem Webbrowser oder über eine native Anwendung genutzt werden und wird die Instant-Messaging- und Videokonferenz-Plattform Hangouts ersetzen. Gemäss Forbes soll Hangouts im Juni eingestellt werden.

Zoom hat sich Ende April für die Dienste der Oracle Cloud Infrastructure entschieden. Damit soll der massive Anstieg der Nutzerzahlen bewältigt werden. Diese sind aufgrund der Coronakrise inzwischen dreissig Mal so gross wie früher, wie Sie hier nachlesen können.

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