Tech Day 2020

Phishing, Beast-Boost und Bier: Darauf können sich G-Data-Partner freuen

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von Coen Kaat

G Data hat seinen Tech Day erstmals virtuell durchgeführt. Statt wie gewohnt in Bochum informierte der deutsche IT-Security-Anbieter per Livestream über die neue Version 15 der Businesslösung, ein Speed-Boost für Beast und über die Phishing-Simulation in den Awareness-Trainings. Das Live-Format erforderte auch einen Ersatz für das traditionelle gemeinsame BBQ.

Das Moderatoren-Duo am Tech Day: Matthias Koll (links), Senior Sales Engineer, und Markus Koschielny, Sales Engineer bei G Data. (Source: Screenshot)
Das Moderatoren-Duo am Tech Day: Matthias Koll (links), Senior Sales Engineer, und Markus Koschielny, Sales Engineer bei G Data. (Source: Screenshot)

Für gewöhnlich kommen die Partner von G Data einmal pro Jahr zusammen: Am Tech Day erfahren sie dann alles rund um die aktuellen Entwicklungen beim deutschen Hersteller von IT-Sicherheitssoftware.

 

Dieses Jahr konnte der Anlass jedoch nicht wie gewohnt in Bochum am Hauptsitz des Unternehmens stattfinden. Der Tech Day musste sich, wie zahlreiche Events dieses Jahr ebenfalls, mit der Coronasituation abfinden.

 

Der Tech Day fand dieses Jahr erstmals virtuell statt. (Source: Screenshot)

 

Die Veranstalter sahen sich mit der Frage konfrontiert, ob so ein technisch fokussierter Event mit Networking über Livestream überhaupt sinnvoll ist. Schliesslich gehört das gemeinsame BBQ zusammen mit dem Sicherheitsanbieter bereits zur festen Tech-Day-Tradition.

 

Wie G Data am 3. September zeigte, fand das Unternehmen aber eine Lösung. Auch für den Plauschteil, das BBQ, wurde eine Lösung gefunden. Mehr dazu später, denn zuerst waren die Vorträge dran.

 

Neuer Anstrich für Business-Lösung

 

Zu den grossen Themen am Onlineevent gehörten die neue Version 15 der Business-Lösung von G Data sowie die erweiterten Awareness-Trainings mit Phishing-Simulationen.

 

Die Version 15 befindet sich aktuell noch in der Qualitätskontrolle, wie Michael Becker, Head Product Management bei G Data, während seiner Vorstellung der Roadmap sagte. Eine Veröffentlichung des Updates im vierten Quartal des laufend Jahres hielt er jedoch für realistisch.

 

Was ist neu mit der Version 15? Die auffälligste Neuerung dürfte wohl die aufgefrischte Benutzeroberfläche sein. Diese wurde gemäss Becker mit modernen Elementen ausgestattet, um die Benutzerfreundlichkeit zu erhöhen.

 

Michael Becker präsentiert die neue Benutzeroberfläche. (Source: Screenshot)

 

Wie Matthias Koll, Senior Sales Engineer und die eine Hälfte des Moderatoren-Duos am Tech Day sagte, befindet sich alles aber noch an der gewohnten Stelle. "Das GUI hat einen neuen Anstrich bekommen. Aber man muss jetzt nicht wieder die Schulbank drücken, um die Bedienung neu zu erlernen."

 

In der neuen Version können Nutzer Outlook-Postfächer manuell über ein Plugin scannen. Dies änderte G Data nach eigenen Angaben aufgrund von Feedback der Partner. Neu ist auch die Anbindung an die AMSI-Schnittstelle. Dies soll laut Becker die Attraktivität von Powershell-Angriffen reduzieren.

 

Ferner fügte G Data auch einen Start-up-Wizard hinzu. Mit diesem lasse sich der Managementserver reibungsloser installieren, sagte Becker. Und Nutzer der MacOS-Version könnten künftig Virensignaturen auch über den Managementserver beziehen. So könne man die Netzwerkauslastung besser steuern und verteilen.

 

Ein Boost fürs Beast

 

Eine weitere Verbesserung betrifft Beast. G Data nutzt die graphenbasierte Technologie zur Verhaltensüberwachung seit der Version 14.3 der Business-Lösung. Diese erschien im Februar. Nach der Lancierung zeigten sich jedoch ein paar Performanceprobleme.

 

Thomas Siebert, Head of Protection Technologies bei G Data. (Source: Screenshot)

 

Bei gewissen Prozessstarts hatte Beast einiges zu tun. Die Technologie markiert nämlich gestartete Prozesse falls nötig als "verdächtig". Anschliessend werden diese verfolgt, bis klar ist, ob sie schädlich sind oder nicht. Deshalb baute G Data nun eine Rate-Limite ein, wie Thomas Siebert, Head of Protection Technologies, erklärte.

 

Die permanente Lösung zu dem Problem rollte das Unternehmen bereits am 22. Juni aus. "Das Problem sollte nun gegessen sein", sagte Siebert.

 

Phishen, leicht gemacht

 

Die Awareness-Trainings erhalten ebenfalls ein Update. Mit den Schulungen können Kunden ihre Mitarbeiter in puncto Cybersecurity sensibilisieren. Neu bietet G Data über die Laufzeit (12, 24 oder 36 Monate) auch Phishing-Simulationen an.

 

Nikolas Schran, International Business Development Manager bei G Data. (Source: Screenshot)

 

Mit diesen sollen Mitarbeiter in 7 Schritten lernen, gefährliche E-Mails zu erkennen. Teil des Lernprozesses ist auch, selber eine Phishing-Mail zu erstellen. Am Tech Day gab Nikolas Schran, International Business Development Manager bei G Data, auch ein paar Tipps, wie das am besten geht.

 

So kann der Name der Opferfirma schon ein potenzielles Einfallstor sein – etwa, wenn der Firmenname wie im Beispiel mit einem "m" beginnt. Ersetzt man dies in der Absenderadresse durch ein "r" und ein "n", also "rn", könnte man vielleicht schon einige Opfer überlisten. Mit solchen Trainings will G Data spielerisch vermitteln, worauf Mitarbeiter bei eingehenden E-Mails achten sollten.

 

Wer den Phishing-Simulator nutzt, erhält quartalsweise von G Data eine Phishing-Kampagne. Ein anschliessendes Reporting zeigt auf, wie viele Mitarbeiter trotz Trainings auf die E-Mails hereingefallen sind.

 

Für G-Data-Partner könnte diese Auswertung auch die Grundlage neuer Massnahmen und Dienstleistungen sein, sagte Schran. Übrigens: Auch bei G Data klicken Mitarbeiter manchmal auf die simulierten Phishing-E-Mails. So gab etwa Michael Becker zu, dass er selber – "unerwartet" – darauf hereinfiel.

 

Und was wurde nun aus dem BBQ? Der diesjährige Tech Day endete stattdessen mit einem Bier-Tasting. Zusammen mit den Teilnehmenden testete sich G Data durch die Bierlandschaft des Ruhrgebiets. Wie sich diese entwickelte, erzählten Oliver Sopalla, Geschäftsführer von Biwenko, Bierbrauer Sebastian Sauer und Markus Vogel, Chef de Cuisine des G Data Bistros. Damit alle gemeinsam anstossen konnten, hatte G Data den Teilnehmenden - sofern sie sich frühzeitig angemeldet hatten - ein Geschenkpaket mit den Bieren und weiteren G-Data-Goodies geschickt. Prost!

 

Die Bierauswahl am G-Data-Bier-Tasting. (Source: Netzmedien)

Auf ein Bierchen mit G Data (v.l.): Oliver Sopalla, Geschäftsführer von Biwenko, Bierbrauer Sebastian Sauer und Markus Vogel, Chef de Cuisine des G Data Bistros. (Source: Screenshot)

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