Codename "Tiger Lake"

Intel entwickelt neue Prozessoren mit altem Verfahren

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Chiphersteller Intel stellt die elfte Generation seiner Core-I-Prozessoren vor. Das Spitzenmodell soll die Leistung des Vorgängers um das Doppelte übertreffen. Nicht verkleinern konnte Intel die Strukturbreite des Prozessors. Hier scheinen Apples neu entwickelte Chips die Nase vorn zu haben.

(Source: Intel Corporation)
(Source: Intel Corporation)

Unter dem Codenamen "Tiger Lake" präsentiert Intel eine neue Generation von Prozessoren. Es ist die elfte Weiterentwicklung der Core-I-Familie, schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung. Die bislang vorgestellten neun Prozessoren eignen sich demnach für diverse Laptops. Sie sind in zwei Klassen eingeteilt: Fünf Modelle aus der UP-3-Klasse erbringen laut "ICT-Channel" Spitzenleistungen, während sich die vier UP-4-Modelle für sparsamere, kleinere Geräte eignen sollen. Vor allem dank eines neuen Iris Xe-Grafikchips sollen die neuen Prozessoren einen erheblichen Leistungszuwachs bringen, heisst es weiter.

Intel selbst liefert alle Daten zu den neuen Prozessoren in einer Tabelle:

(Source: Intel)

Altes Fertigungsverfahren, Apple zieht davon

Intel selbst spricht in seiner Mitteilung von den "weltbesten Prozessoren für dünne und leichte Laptops". ICT-Channel bemerkt jedoch derweil, dass es Intel nicht gelungen sei, die Strukturbreite der Prozessoren auf 7 Nanometer zu schrumpfen. Die Tiger-Lake-Modelle wurden mit 10 Nanometer gefertigt. Die Strukturbreite hat einen massgeblichen Einfluss auf die Performance und den Stromverbrauch eines Prozessort, wie "Die Welt" ausführt.

Ein kleinerer Nanometer-Wert bedeutet oft auch einen geringeren Energieverbrauch. Während Intel seit 2019 auf ein 10-Nanometer-Fertigungsverfahren setzt, ist Konkurrent AMD bei 7 Nanometern angelangt. Auch Apples Prozessoren, die bald schon auch in Macs verbaut werden, weisen eine Strukturbreite von 7 Nanometern auf. Erste Gerüchte über die Abkehr Apples von Intel waren schon 2018 aufgekommen.

Der Mac-Hersteller gewinnt durch den Wechsel mehr Kontrolle über die Produktion und müsse dadurch nicht mehr die mitunter kritisierten Innovationszyklen von Intel abwarten.

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