FUB wird weiterentwickelt

Der Bundesrat will das Militärkommando Cyber schaffen

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Die FUB wird zum Kommando Cyber. Der Bundesrat will die Abteilung entsprechend weiterentwickeln. Er sieht ausserdem vor, ein Cyber-Bataillon und einen Cyber-Fachstab zu bilden.

(Source: Schweizer Armee - ZEM)
(Source: Schweizer Armee - ZEM)

Der Bundesrat will das Kommando Cyber schaffen. Dabei wird es sich um eine Weiterentwicklung der Führungsunterstützungsbasis (FUB) der Armee handeln, wie "Admin.ch" mitteilt. Diese Weiterentwicklung startet Anfang 2024. Die entsprechende Vernehmlassung zu verschiedenen Änderungen von Militärgesetz, Armeeorganisation und weiteren rechtlichen Grundlagen dauert bis am 22. Januar 2021.

Die Pläne haben sich geändert

Seit 2018 ist die Umsetzung der Weiterentwicklung der Armee (WEA) in Kraft, Ende 2022 soll sie zu Ende sein. Im Rahmen dieses Programms war ursprünglich vorgesehen, dass sich die Armee in die drei Bereiche Kommando Operationen, Kommando Ausbildung und den Unterstützungsbereich gliedert. Letzterer sollte sich aus einer Fusion der FUB und der Logistikbasis der Armee (LBA) zusammensetzen.

Wie es in der Mitteilung heisst, will der Bundesrat die Abteilungen aber nun nicht mehr zusammenlegen, weil das keine organisatorischen Vorteile hätte. Stattdessen will er die FUB wegen der aktuellen Bedrohungslage zum Kommando Cyber weiterentwickeln. Dazu muss die Verordnung der Bundesversammlung über die Armeeorganisation (AO) angepasst werden.

Ein Cyber-Kommando für die Anforderungen der Digitalisierung

Das neue Cyber-Kommando soll den Anforderungen der Digitalisierung und dem damit einhergehenden gesteigerten Bedarf nach Cybersicherheit gerecht werden. Gemäss Mitteilung stellt es künftig militärische Schlüsselfähigkeiten bereit für Lagebild, Cyberabwehr, IKT-Leistungen, Führungsunterstützung, Kryptologie und elektronische Kriegsführung.

Bereits auf den 1. Januar 2022 will der Bundesrat den Cyber-Bereich der Armee ausbauen. Er sieht ein Cyber-Bataillon und einen Cyber-Fachstab vor. Der Bestand in der Miliz wächst damit von 206 auf 575 Angehörige der Armee an. Miliz-Cyberspezialisten und -Cyberspezialistinnen erhalten eine Ausbildung bei der Armee und absolvieren ein Praktikum bei externen Partnern.

Auch in der digitalen Verwaltung macht der Bund vorwärts. Dazu haben Bundesrat und die Konferenz der Kantonsregierungen ein neues Projekt beschlossen, wie Sie hier nachlesen können.

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