Macbook Pro und Co. erhalten M1

Apple pflanzt Macs erstmals eigene Chips ein

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Tech-Konzern Apple hat am 10. November das neue Macbook Pro, Macbook Air sowie den Mac Mini vorgestellt. Die grosse Neuerung an den Geräten ist Apples eigens designter ARM-basierter Chip M1.

(Source: Apple
(Source: Apple

Am 10. November hat Apple zum dritten und vermutlich letzten Event diesen Herbst geladen. Thema der Keynote "One more Thing" waren neue Macs. Der Tech-Konzern stellte ein neues Macbook Pro, ein neues Macbook Air und den neuen Mac Mini vor. Die grosse Neuheit an allen drei Geräten ist Apples Chip M1. Bisher verbaute der Hersteller in seinen Macs Chips von Intel. Mit dem M1 bringt Apple nun den ersten eigens designten ARM-basierten Prozessor in die Macbooks und den Mac Mini.

"Der M1 ist für Mac-Systeme optimiert, bei denen kompakte Grösse und Energieeffizienz extrem wichtig sind", teilt Apple mit. Im Chip sind 16 Milliarden Transistoren verbaut, zudem sei es der erste Chip, der mit der 5-Nanometer-Prozess-Technologie gefertigt wurde. Der Hersteller verspricht mit dem M1 eine bis zu 3,5-mal schnellere CPU-Leistung, eine bis zu 6-mal schnellere GPU-Performance und bis zu 15-mal schnelleres maschinelles Lernen bei bis zu 2-mal längerer Batterielaufzeit als bei Macs der vorherigen Generation.

Alles auf einem Chip vereint

Bisher kamen in Macs für CPU, I/O, Sicherheit und andere Funktionen mehrere Chips zum Einsatz. Laut Apple sind diese Technologien dank dem M1 nun auf einem einzigen SoC (System on a Chip) vereint. Zudem hat der neue Chip eine Architektur für gemeinsamen Arbeitsspeicher. Diese vereint Speicher mit hoher Bandbreite und niedriger Latenz durch spezielle Technologie in einem einzigen Pool. So können die Technologien im SoC auf dieselben Daten zugreifen, ohne zwischen mehreren Speicherpools kopieren zu müssen, was für mehr Effizienz und Leistung sorgen soll.

Die drei neuen Geräte sind laut Hersteller der Anfang einer Umstellung auf eine neue Reihe von Chips, die speziell für den Mac entwickelt werden. Die Umstellung auf Apple-Chips werde insgesamt etwa zwei Jahre lang dauern.

Mit dem neuen Chip kommt auch ein neues Betriebssystem: Big Sur. Das System wurde speziell für den M1 entwickelt. "Mit Big Sur wacht der Mac, wie das iPhone und das iPad, jetzt sofort aus dem Ruhezustand auf", schreibt Apple. Ausserdem können Nutzerinnen und Nutzer mit Big Sur eine grössere Anzahl Apps ausführen. iPhone- und iPad-Apps können jetzt direkt auf dem Mac gestartet werden.

Das Macbook Air (Source: Apple)

Das neue Macbook Air

Gewohnt im 13-Zoll-Format erscheint das neue Macbook Air. Ausserdem verpasste Apple dem Gerät ein lüfterloses Design. Dadurch bleibe es leise, egal welche Anwendungen gerade laufen. Der Akku liefert laut Apple mehr als beim Vorgänger, nämlich bis zu 15 Stunden drahtloses Surfen und bis zu 18 Stunden Videowiedergabe. Zudem verpasste Apple dem Macbook Air einen neuen Bildsignalprozessor (ISP). Dieser sorge für eine höhere Bildqualität der Kamera mit besserer Rauschunterdrückung, einen grösseren Dynamikbereich und verbesserten automatischen Weissabgleich sowie eine durch machine Learning verbesserte Gesichtserkennung. Dank dem neuen Chip ist das Gerät verglichen mit dem Vorgänger in der Lage:

  • Ein Projekt für das Internet mit iMovie bis zu 3-mal schneller zu exportieren.

  • 3-D-Effekte in Videos in Final Cut Pro bis zu 5-mal schneller zu integrieren.

  • Mehrere Streams von 4k-ProRes-Video in Final Cut Pro in voller Qualität zu schneiden und wiederzugeben, ohne einzelne Bilder zu überspringen.

  • Fotos bis zu 2-mal schneller aus Lightroom zu exportieren.

  • ML-basierte Funktionen wie Smart Conform in Final Cut Pro zu nutzen, um einen Clip bis zu 4,3-mal schneller intelligent umzustrukturieren.

  • Mit einer einzigen Batterieladung bis zu doppelt so lange FaceTime und andere Videoanrufe ermöglichen.

Das neue Macbook Pro ist 13 Zoll gross. (Source: Apple)

Macbook Pro im 13-Zoll-Format

Mit dem Macbook Pro mit 13-Zoll-Display, stellte Apple noch ein zweites Notebook vor, das mit dem neuen M1 läuft. Der Hersteller preist das Gerät vor allem für Studenten und professionelle Kreative an. Das Gerät liefere eine hohe Performance für das Kompilieren von Code, Umcodieren von Video und Bearbeiten von hochauflösenden Fotos.

Ausserdem sind im neuen Macbook Pro Mikrofone in Studioqualität verbaut und auch hier liefert die Kamera dank neuem Bildsignalprozessor schärfere Bilder mit mehr Details. Es verfügt über Touch-ID und die Secure Enclave im M1. Weiter verfügt es über zwei Thunderbolt-Anschlüsse mit USB-4-Unterstützung. Verglichen mit der vorherigen Generation kann das 13-Zoll-Macbook-Pro:

  • Code in Xcode bis zu 2,8-mal schneller kompilieren.

  • Einen komplexen 3D Titel in Final Cut Pro bis zu 5-mal schneller rendern.

  • Nahtlos komplexe Szenen in Unity Editor bis zu 3,5-mal schneller entwerfen.

  • Aufgaben für maschinelles Lernen in Create ML bis zu 11-mal schneller ausführen.

  • Beats, Instrumente und Gesang in einer Aufnahme in djay Pro AI in Echtzeit isolieren, durch die grossartige Leistung der Neural Engine.

  • 8K ProRes Video in DaVinci Resolve in voller Qualität wiedergeben, ohne einzelne Bilder zu überspringen.

  • Mit einer Ladung bis zu 4-mal so viel Code kompilieren, durch die bahnbrechende Leistung pro Watt des M1 Chips.

Der Mac Mini (Source: Apple)

Desktop im Kleinformat: der Mac Mini

Der neue Mac Mini unterstützt bis zu zwei Displays, kommt mit Wi-Fi 6 für schnellere drahtlose Verbindungen und der Secure Enclave im M1 in den Handel. Anspruchsvolle Workloads gingen dank neuem Chip spürbar schneller. Verglichen mit der vorherigen Generation kann der Mac Mini dank M1:

  • Code in Xcode bis zu 3-mal schneller kompilieren.

  • Grafikintensive Games wie "Shadow of the Tomb Raider" mit bis zu 4-mal höherer Bildrate spielen.

  • Eine komplexe Timeline in Final Cut Pro bis zu 6-mal schneller rendern.

  • Musikproduktion in Logic Pro auf ein ganz neues Level bringen, mit bis zu 3-mal so vielen Echtzeit-Plug-ins.

  • Die Auflösung von einem Foto in Pixelmator Pro bis zu 15-mal schneller erhöhen.

  • ML Frameworks wie TensorFlow oder Create ML nutzen, die jetzt vom M1 Chip beschleunigt werden.

Preise und Verfügbarkeit

Die drei neuen Geräte kann man per sofort vorbestellen. Die Auslieferungen beginnen in der Woche des 16. November. Das Macbook Air ist für 1079 Franken erhältlich. Das Macbook Pro kostet 1399 Franken und den Mac Mini gibts ab 779 Franken.

Mitte Oktober stellte Apple das erste 5G-fähige iPhone vor. Ausserdem präsentierte der Konzern bereits im September neue iPads und die Apple Watch.

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DPF8_197689

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