Das lange Warten auf einen SwissCovid-Code soll ein Ende haben
Mit einer Änderung in der SwissCovid-Verordnung will der Bundesrat dafür sorgen, dass Warnungen über mögliche Corona-Ansteckungen schneller verschickt werden. Künftig können mehr Stellen die dafür notwendigen Codes ausstellen. Zudem lässt sich der Codegenerierungsprozess nun automatisieren.
Schon länger steht die Schweizer Contact-Tracing-App SwissCovid in der Kritik. Nicht wegen der App an sich, sondern wegen den dahinter liegenden Prozessen. Vermehrt beklagten sich Nutzer darüber, den zum Auslösen einer Ansteckungswarnung benötigten Code von den Behörden zu spät erhalten zu haben.
Nun bekommen deutlich mehr Stellen die Möglichkeit, die sogenannten Covidcodes auszustellen, wie der Bundesrat mitteilt. Die dafür nötigen Anpassungen der gesetzlichen Verordnung hat der Bundesrat am 18. November genehmigt.
Neu können auch Labore, Mitarbeitende der vom BAG betriebenen Corona-Infoline, Testzentren sowie Apotheken die Codes generieren. Bislang hatten nur kantonsärztliche Dienste und behandelnde Ärzte Zugriff auf das entsprechende System.
"Weil die Laboratorien am frühesten über das positive Testergebnis Bescheid wissen, kann die Generierung von Covidcodes durch die Laboratorien einen wichtigen Beitrag zur Beschleunigung des Prozesses und damit zur Steigerung der Wirksamkeit der SwissCovid-App leisten", heisst es in der Mitteilung.
Zudem könnten die Covidcodes neu automatisch generiert und an die positiv getesteten Nutzer der SwissCovid-App herausgegeben werden. Dies soll die einfachere und vor allem schnellere Generierung der Codes gewährleisten. Es brauche dazu jedoch eine Schnittstelle zwischen dem Codeverwaltungssystem und dem System der jeweiligen Gesundheitseinrichtung.
Wie das Bundesamt für Gesundheit die aktuellen Nutzerzahlen der SwissCovid-App sowie die Situation der kantonalen Contact-Tracer beurteilt, verrät Sang-Il Kim, der Digitalisierungschef des BAG, im Interview. Und wie lange Netzwoche-Redaktor Joël Orizet auf das Resultat seines Coronatests warten musste und wer die Wartezeit verkürzte, lesen Sie in seinem Editorial.
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