Verarbeitung grösserer Datenmengen

Atos liefert das neue Ermittlungssystem für Fedpol

Uhr

Das Bundesamt für Polizei will ein neues Ermittlungssystem, das den Anforderungen des digitalen Zeitalters gerecht wird. Atos Schweiz hat den Zuschlag für den Auftrag erhalten.

Markus Ming, Head of Command, Control & Intelligence von Atos. (Source: zVg)
Markus Ming, Head of Command, Control & Intelligence von Atos. (Source: zVg)

Atos Schweiz hat den Zuschlag für ein neues Ermittlungssystem für das Bundesamt für Polizei (Fedpol) erhalten. Die Gesellschaft sei heute mobil, digital und vernetzt. Das gelte auch für Kriminelle, heisst es in einer Mitteilung der Fedpol. Die aktuellen Systeme würden aufgrund der immer grösseren Datenmengen an ihre Grenzen stossen. Deswegen will die Fedpol ein Ermittlungssystem für das digitale Zeitalter beschaffen.

Atos Schweiz wird nun ein solches Ermittlungssystem liefern. Dabei hat das Unternehmen sich gegen drei weitere Bewerber durchgesetzt. "Atos AG hat den Zuschlag erhalten, da unser Angebot mit einer guten Qualität bei den Zuschlagskriterien als auch mit einem günstigen Preis überzeugte. Die weiteren Angebote sind uns nicht bekannt", sagt Markus Ming, Head of Command, Control & Intelligence von Atos, auf Anfrage. Der Gesamtauftrag beläuft sich dabei auf 15 Jahre und hat ein Volumen von 50 Millionen Franken.

Das sind die Anforderungen an das neue System

Die Fedpol beschreibt klar, was sie vom neuen System erwarten. Das System muss die bei Ermittlungen anfallende digitale Datenflut unter Einhaltung des Datenschutzes verarbeiten und analysieren können. Zudem muss die Nachverfolgbarkeit gewährleistet sein. Konkret müsse das neue System modular aufgebaut und flexibel sein, da Schnittstellen zu bestehenden Systemen geschaffen werden sollen. Zudem soll es intuitiv und einfach zu bedienen sein. Das Evaluationsverfahren sei in Zusammenarbeit mit den Kantonen durchgeführt worden, da auch ihnen das System zur Verfügung stehen wird. "Diese beschriebenen Anforderungen bietet unsere Lösung an", sagt Ming.

Beim wichtigen Thema Datenschutz sieht Ming keine Herausforderung für Atos, den Anforderungen gerecht zu werden. "In der Entwicklungsumgebung sind keine sensitiven Daten vorhanden. Das Produktivsystem wird von ICS-EJPD betrieben und Atos AG hat keinen Zugriff darauf", so Ming.

"Wir arbeiten seit über 20 Jahren im Schweizer Sicherheitsbereich", sagt Ming. Er betont, dass Atos bei allen öffentlichen Ausschreibungen teilnehme, bei denen die Kernkompetenzen des Unternehmens zum Tragen kämen und es eine reale Chance zu gewinnen habe.

Momentan versenden Cyberkriminelle fleissig Phishingmails. Die Kantonspolizei Zürich warnt vor Betrügern, die massenhaft E-Mails im Namen von Apple verschicken. Das Versenden von Mails unter anderen Namen ist ein Beispiel dafür, wie die Phishing-Masche funktioniert. Mehr darüber können Sie hier nachlesen.

Webcode
DPF8_199108

Kommentare

« Mehr