Nationalrat fordert Recht auf Homeoffice für Bundesverwaltung
Die grosse Kammer hat eine Motion zur Telearbeit angenommen. Die Bundesverwaltung soll in Sachen Homeoffice eine Vorbildfunktion einnehmen. Die Motion geht nun an den Ständerat.
Homeoffice soll nicht vom Vorgesetzten abhängen – das hat Marco Romano (CVP/TI) im Nationalrat gefordert. Er reichte eine Motion über einheitliche Bestimmungen für die Telearbeit in der Bundesverwaltung ein. Bundesangestellten solle es freistehen, Telearbeit zu nutzen, "soweit es mit der Ausübung ihrer Funktion vereinbar ist", sagte Romano gemäss "Admin.ch".
Vorbildfunktion
25'000 Bundesangestellte hätten während der bisherigen Lockdowns von zuhause aus gearbeitet, bilanzierte Finanzminister Ueli Maurer. Doch auch zuvor sei Telearbeit bereits zunehmend genutzt worden, sagte Marco Romano. Er sieht die Bundesverwaltung in einer Vorbildfunktion, es müssten überall die gleichen Regeln gelten. Darüber hinaus verspricht er sich von einer einheitlichen Regelung "bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie, weniger Emissionen durch Verkehr" sowie Einsparungen in der Verwaltung – Geld, das etwa in die Informatikinfrastruktur fliessen könnte.
Der Nationalrat nahm die Motion mit 139 zu 50 Stimmen an, Gegenwind kam vonseiten der SVP-Fraktion. Nun entscheidet der Ständerat über den Antrag.
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