SIK-Umfrage

Die Pandemie und ihre Folgen für das Homeoffice

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von Silja Anders und kfi

Eine SIK-Umfrage untersucht die Folgen der Pandemie für das Homeoffice und die Nutzung von Büroräumlichkeiten. Fast die Hälfte der Befragten gibt dazu etwa an, dass der Umfang des Homeoffice auch nach der Pandemie weiter ausgebaut werden wird.

(Source: japolia / Fotolia.com)
(Source: japolia / Fotolia.com)

Die Umfrageergebnisse einer Studie der Schweizerischen Informatikkonferenz (SIK) zeigen, welche Auswirkungen die Coronapandemie auf den Arbeitsplatz hat und hatte. Ebenfalls werden Veränderungen im Bereich Arbeitsfläche, Infrastruktur und Arbeitswerkzeug untersucht.

Von den 42 Befragten aus Gemeinde, Kanton, Bund und weiteren Organisationen geben 82 Prozent an, dass das Homeoffice seit Pandemiebeginn ausgeweitet wurde. In 48 Prozent der Fälle soll der Umfang nun sogar noch erweitert werden. Lediglich sieben der befragten Personen sagten, dass das Homeoffice zu Beginn der Pandemie neu eingeführt wurde. Wie die Ergebnisse der Umfrage zeigen, wird in einem Fall geplant, das Homeoffice nach der Pandemie wieder abzuschaffen.

Arbeitsplatz und Infrastruktur

Bei den Büroflächen und Arbeitsplätzen werde es in etwa der Hälfte der Fälle (51 Prozent) keine oder kaum Veränderungen geben, wie das Ergebnis der SIK zeigt. 39 Prozent der Befragten gaben an, dass die Anzahl der flexibel durch mehrere Personen genutzten Arbeitsflächen erhöht werde. 16 der Befragten teilten mit, dass die Büroräumlichkeiten neu konzipiert würden und nach Aussage von 12 Teilnehmenden wird die Anzahl der fest zugewiesenen Arbeitsplätze sogar reduziert. Die Büroflächen selbst werden laut 7 Personen um weniger als 50 Prozent vermindert.

Wie die Ergebnisse der Umfrage zeigen, hängt der Umfang des Homeoffice von den Arbeitsbedingungen ab. 34 der befragten Personen gestalten ihre Homeoffice-Einsätze individuell. Bei einem Viertel der Befragten sind konkrete Arbeitstage hierfür festgelegt. Nur 14 Prozent sind jedoch der Ansicht, dass alle Mitarbeitenden im gleichen Umfang Homeoffice-Tage nehmen dürfen sollten.

Drei Viertel der Umfrage-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer gaben an, dass ihr Unternehmen sie für die Arbeit im Homeoffice mit einem Laptop ausstattete. Im Bereich Software schaffte man nach Angaben von 90 Prozent der Befragten vor allem Videokonferenz-Lösungen an. 48 Prozent der befragten Personen teilten mit, einen individuellen Cyberschutz von Computern und mobilen Geräten erhalten zu haben. Ein Schutz der Netzwerkinfrastruktur sei in 46 Prozent der Fälle geboten gewesen.

Apropos: Nur weil ein Laptop zur Verfügung gestellt wird, sind Mitarbeitende noch nicht fürs Homeoffice ausgesrüstet. Was Unternehmen beim hybriden Arbeiten beachten sollten, lesen Sie hier.

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