Also übertrifft fast alle Erwartungen
Also hat seinen Reingewinn im Geschäftsjahr 2021 um knapp 19 Prozent gesteigert. Das Geschäft brummt vor allem im Bereich Lösungen und Services. Nur beim Nettoumsatz lag der Disti unter den Erwartungen der Analysten.
Distributor Also hat ein erfolgreiches Geschäftsjahr bilanziert. Der ICT-Grosshändler steigerte den Konzerngewinn um knapp 19 Prozent auf 154,2 Millionen Euro. Zur Gewinnsteigerung habe vor allem das Geschäft in den Bereichen Solutions und Service beigetragen, insbesondere im vierten Quartal, teilt der Disti mit.
Der Betriebsgewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) liegt bei 257 Millionen Euro – das sind 13 Prozent mehr gegenüber dem Vorjahr.
Leicht weniger Umsatz als erwartet
In puncto Netto- und Betriebsgewinn konnte Also die Erwartungen der Analysten gemäss dem Börsenportal "Cash" übertreffen – beim Umsatz allerdings nicht. Der Disti erwirtschaftete einen Nettoumsatz von 12,4 Milliarden Euro – das sind rund 4 Prozent mehr im Vergleich zum Geschäftsjahr 2020. Die Finanzgemeinde hatte allerdings einen Nettoumsatz von 12,76 Milliarden Euro erwartet.
Mit Blick nach vorne erhöhte das Unternehmen seine mittelfristigen Finanzziele. Der Disti peilt einen Betriebsgewinn auf Stufe EBITDA von 330 bis 420 Millionen Euro an. Für das laufende Geschäftsjahr strebe man einen Betriebsgewinn zwischen 275 bis 295 Millionen Euro an, heisst es in der Mitteilung des Unternehmens. Die Kapitalrendite (ROCE, Return on Capital Employed) soll indes über 20 Prozent liegen.
Also habe in den vergangenen Jahren in digitale Plattformen, skalierbare Geschäftsmodelle und digitale Management-Tools investiert, lässt sich Also-CEO Gustavo Möller-Hergt in der Mitteilung zitieren. "Damit haben wir die Grundlage geschaffen, um mit unserer umsetzungsorientierten Strategie die Intensität und Geschwindigkeit von Veränderungen zur weiteren Entwicklung des nachhaltigen profitablen Wachstums zu nutzen."

Gustavo Möller-Hergt, CEO von Also. (Source: zVg)
Ende 2021 nahm Also übrigens eine Trainingsplattform für Security Awareness ins Angebot auf: Hoxhunt schickt potenziell bösartige E-Mails an Mitarbeitende. Tappen diese in die Falle, zeigt die Plattform auf, wo der Fehler lag.
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