Zu volle Festplatte bringt Toyota-Produktion zum Erliegen
Einen Tag lang sind die japanischen Produktionswerke des Autobauers Toyota stillgestanden. Ursache für die Störung war eine Festplatte mit nicht mehr genügend freiem Speicherplatz. Der entstandene Schaden ist immens.
Ein kleines IT-Problem hat bei Toyota zu einem gigantischen Ausfall geführt. Alle 14 japanischen Produktionswerke des dort ansässigen Autobauers standen Ende August 2023 einen Tag lang still, wie "BBC" berichtet. In den Fabriken stellt Toyota ungefähr einen Drittel all seiner Autos her.
In einer Mitteilung erklärte Toyota inzwischen die Ursache der Störung. Demnach kam es im Produktionsauftragssystem zunächst zu einem Teilausfall. Dieser wiederum hing mit Konfigurationsarbeiten zusammen. Dabei hätten Dateien gelöscht und reorganisiert werden sollen. Allerdings "trat ein Fehler auf, weil der Speicherplatz auf der Festplatte nicht ausreichte, sodass das System ausfiel", wie das Unternehmen schreibt. Die Umschaltung auf das Backup-System habe nicht funktioniert, weil auch dieses vom Fehler betroffen gewesen sei.
"Das System wurde wiederhergestellt, nachdem die Daten am 29. August auf einen Server mit grösserer Kapazität übertragen worden waren, und die Anlagen nahmen am folgenden Tag den Betrieb wieder auf", schreibt Toyota und fügt an, man werde Massnahmen ergreifen, um solche Vorfälle künftig zu vermeiden.
Der durch die Störung entstandene Schaden ist gross. Wie "Bleeping Computer" berichtet, betrifft der Produktionsausfall 13'000 Fahrzeuge pro Tag.
Auch im Winter 2022 standen Toyotas Produktionswerke der IT wegen still. Ursache der Störung war damals keine volle Festplatte, sondern ein Ransomwareangriff. Mehr dazu lesen Sie hier.
Mittels eines weiteren Cyberangriffs klauten Hacker im Herbst 2022 wohl die Daten Hunderttausender Toyota-Kunden. Mehr darüber erfahren Sie hier.
Wenn Sie mehr zu Cybercrime und Cybersecurity lesen möchten, melden Sie sich hier für den Newsletter von Swisscybersecurity.net an. Auf dem Portal lesen Sie täglich News über aktuelle Bedrohungen und neue Abwehrstrategien.
Genf verabschiedet Strategie für digitale Souveränität
Mobilezone verliert seinen COO an die Post
Wie man sich auf Reisen vor Cyberbetrug schützen kann
Elovade erweitert Portfolio um Paessler und Sendmarc
Walkthrough durch die Dating-Questreihe
Die Ausschreibung für Best of Swiss Apps 2026 ist eröffnet
Steigende Preise bremsen den PC-Markt
Bund wiederholt bei IT-Schlüsselprojekten alte Fehler
Wie KI die Finanzwelt transformieren kann