Konsumentengruppen beschuldigen Meta der unlauteren Datenverarbeitung
Meta sieht sich mit Datenschutzvorwürfen aus acht europäischen Ländern konfrontiert. Konsumentengruppen werfen dem Facebook-Mutterkonzern vor, gegen die EU-Datenschutzverordnung zu verstossen.
Meta steht erneut wegen Datenschutzvorwürfen in der Kritik. Konsumentengruppen aus Tschechien, Dänemark, Frankreich, Griechenland, Norwegen, der Slowakei, Slowenien und Spanien werfen dem Zuckerberg-Konzern vor, sich beim Sammeln von Nutzerdaten nicht an die EU-Datenschutzverordnung (DSGVO) zu halten, wie "Reuters" berichtet. Es gebe keine Rechtsgrundlage für die Datenerhebung und -verarbeitung durch das Unternehmen, so der Vorwurf. Die Gruppierungen wandten sich mit ihren Beschwerden an die Datenschutzbehörden ihrer Länder.
Es sei an der Zeit, dass die Datenschutzbehörden der unrechtmässigen Datenverarbeitung von Meta einen Riegel vorschieben, sagte die stellvertretende Generaldirektorin des Europäischen Verbraucherverbands Ursula Pachl in einem Statement. Sie kritisierte laut Reuters auch Metas kürzliche Einführung von kostenpflichtigen, dafür werbefreien Abonnements. Das Unternehmen beteuerte zwar, das Bezahlmodell entspreche den EU-Vorschriften. Tatsächlich sei das aber gemäss Pachl nur ein Täuschungsmanöver, um weiterhin sensible Daten von Usern abzustauben und daraus Profit zu ziehen.
Übrigens: Seit 2018 wurden in EU-Staaten Geldstrafen in Höhe von 2,6 Milliarden Euro für Verstösse gegen die DSGVO ausgesprochen – für einen Grossteil davon ist Meta verantwortlich, wie Sie hier lesen können.
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