In Oberhausen rollt die virtuelle Welle über Besucherinnen und Besucher
Dank zwei L-förmig angeordneten Projektionsflächen können Besucherinnen und Besucher des Gasometers Oberhausen in die Tiefen des Meeres abtauchen. Sie haben zudem die Möglichkeit, unter die Leinwand zu treten und dort mit den Projektionen zu interagieren.
Seit März befindet sich im Gasometer im deutschen Oberhausen die Ausstellung "Planet Ozean". Mit Grossformatigen Fotografien und hochaufgelösten Videos nimmt sie Besucherinnen und Besucher mit in die Tiefen der Weltmeere.
Als "dramaturgischer Höhepunkt" wird auf der Website des Gasometers die immersive Inszenierung "Die Welle" angepriesen. Sie befindet sich im Luftraum des Gebäudes und besteht aus zwei Teilen: einer vertikalen 40 Meter hohe Projektionswand und einer an sie anschliessenden horizontale Leinwand, die lichtdurchlässig ist. So entstand eine Projektionsfläche von mehr als 1200 Quadratmetern.

Die Installation "Die Welle" besteht aus zwei L-förmig angeordneten Projektionsflächen. (Source: zVg)
Wie Ars Electronica, Entwickler der Installation, mitteilt, werden beide Flächen von insgesamt sieben Installationsprojektoren aus unterschiedlichen Perspektiven bespielt. Besucher und Besucherinnen haben die Möglichkeit, sich unter die transparente Leinwand zu stellen. Dort können sie beobachten, wie Fischschwäre vorbeischwimmen, Wellen über sie hinwegschwappen oder sich biolumineszente Algen hin und her bewegen.
Teil der Projektion sind ausschliesslich inszenierte und animierte Inhalte. Wer sich unter der Leinwand befindet, kann durch Bewegungen, mit den Inhalten - sprich den Meeresbewohnern - interagieren.

Die Installation befindet sich im Gasometer im deutschen Oberhausen. (Source: zVg)
Was "Die Welle" zudem zu einem besonderen Erlebnis machen soll, ist ihre Einbettung in die Industriearchitektur des Gasometers. Laut Ars Electronica handelt es sich dabei um die höchste Ausstellungshalle Europas. Das machte sich der Implementierungspartner zu Nutze: "Es entsteht der Eindruck, als gehe die Oberfläche des Meeres nahtlos in die Deckenstruktur des Raumes über", heisst es. Das visuelle Schauspiel werde von einem immersiven Soundkonzept begleitet.
Die für die Installation eingesetzten Projektoren stammen von Hersteller Epson. Die Projektionsleinwand lieferte laut Ars Electronica das österreichische Unternehmen AV Stumpfl. Für das Sounddesign war der österreichische Dirigent und Komponist Rupert Huber verantwortlich.
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