Die Post übernimmt Lenzburger Diartis-Gruppe
Mit einer Beteiligung von 70 Prozent sichert sich die Post die Aktienmehrheit an der Diartis-Gruppe. Das in Lenzburg ansässige Unternehmen beschäftigt über 100 Mitarbeitende und bietet Software für den Informationsaustausch im Sozialwesen an.
Die Post will die Mehrheit an der Diartis-Gruppe mit Sitz in Lenzburg übernehmen. Geplant ist eine Beteiligung von 70 Prozent, und zwar per 1. Juli 2024. Ein entsprechendes Kaufversprechen sei bereits unterzeichnet, teilt die Post mit. Über den Kaufpreis schweigen sich beide Seiten aus.
Die Diartis-Gruppe, bestehend aus den Firmen Diartis und Diartis Solutions, beschäftigt über 100 Mitarbeitende. Die beiden Unternehmen sollen weiterhin eigenständig agieren und für die Mitarbeitenden soll sich nichts ändern, wie es in der Mitteilung heisst.
Die 1996 gegründete Unternehmensgruppe bietet eine Plattform für den Austausch von Informationen im Sozialwesen an. Mit den Anwendungen liessen sich Klientendaten erfassen, eingehende physische Post digitalisieren und die darin enthaltenen Informationen bearbeiten, unter anderem für die Berechnung der wirtschaftlichen Sozialhilfe, im Rechnungsworkflow oder zur Weiterleitung an die Buchhaltung.
Die Dienstleistungen der Diartis-Gruppe sollen das bestehende Angebot der Post-Konzerngesellschaften Dialog Verwaltungs-Data und Groupe T2i Suisse ergänzen. Die Post übernahm die Mehrheit am Westschweizer Gemeindesoftware-Anbieter T2i im November 2022. Der ebenfalls auf Gemeindesoftware spezialisierte Anbieter Dialog Verwaltungs-Data ging im November 2021 in den Besitz der Post über.
Ende Mai gab die Post übrigens bekannt, dass sie in den kommenden Jahren knapp 170 Filialen schliesst und mehr in digitale Kompetenzen investieren will. Im Parlament sorgen die Einkaufsgelüste der Post derweil für Diskussionen. Der Nationalrat fordert den Bundesrat auf, ein Bewilligungsverfahren für künftige Akquisitionen der Post auszuarbeiten. Lesen Sie hier mehr dazu.
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