So beschleunigt KI den Aufstieg im Job
Künstliche Intelligenz beeinflusst die Voraussetzungen für den beruflichen Erfolg. Laut einer Umfrage der HSO verändert sie für 78 Prozent der Studierenden bereits heute die Jobanforderungen grundlegend. Ein Bericht von Cisco zeigt zudem, dass die Nutzung von KI die Beförderungschancen um bis zu 50 Prozent steigern kann.
Wer KI meistert, sichert sich entscheidende Vorteile auf dem Jobmarkt. Das zeigt eine aktuelle Umfrage der HSO Wirtschafts- und Informatikschule unter 600 Studierenden.
Für die Befragten ist KI längst Teil des Studien-Alltags. Meistgenutztes Tool ist laut Umfrage ChatGPT mit 580 Nennungen, gefolgt von DeepL Write, Microsoft Copilot und Google Gemini. Die Studierenden setzen die Tools besonders aktiv für die berufliche Kommunikation (445), die Recherche und Informationssuche (441), die Lern- und Prüfungsvorbereitung (415) sowie für Ideenfindung und Brainstorming (391) ein.
Für 78 Prozent der Teilnehmenden hat die KI die beruflichen Anforderungen schon heute verändert. Weiterbildungen sind aus ihrer Sicht zudem unerlässlich, was den Bedarf an entsprechenden Bildungsangeboten erhöht. KI-Kompetenz ist laut Thomas Grosser, Leiter Studienmanagement, somit "kein freiwilliges Extra, sondern eine zentrale Voraussetzung für nachhaltige berufliche Anschlussfähigkeit".
Die Ergebnisse zeigen laut HSO aber auch, dass kritisches Denken zentral bleibt. Die Studierenden verlassen sich demnach nicht blind, aber mit moderatem bis hohem Vertrauen auf die KI. Die grössten Bedenken haben die Befragten bei Falschinformationen und gezielter Manipulation durch Deepfakes. Den möglichen Verlust von Arbeitsplätzen sehen sie laut HSO zwar weiterhin als relevant an, nennen ihn aber deutlich seltener als Grund zur Besorgnis.
"Die Ergebnisse spiegeln eine bemerkenswerte Reife im Umgang mit KI wider", sagt der Gesamtschulleiter der HSO Michael Segrada. "Die Studierenden erkennen das enorme Potenzial, erwarten aber klare Regeln, Transparenz und Verantwortung."
Höhere Beförderungschancen dank KI
Auch Cisco widmet sich in einem aktuellen Bericht den Chancen, die KI im Berufsalltag eröffnet. Wer KI aktiv nutzt, hat demnach eine 50 Prozent höhere Wahrscheinlichkeit, für eine Beförderung vorgeschlagen zu werden.
Darüber hinaus gelten aktive KI-Nutzende um 40 Prozent häufiger als "unverzichtbar für das Unternehmen". Cisco sieht den Grund dafür in der gesteigerten Effizienz, die mit der KI-Nutzung einhergeht. Für 70 Prozent der Befragten hilft sie dabei, Zeit zu sparen, die Produktivität zu erhöhen und Routineaufgaben effizienter zu erledigen. Personen, die KI nutzen, erzielen zudem tendenziell eine etwas höhere Leistungsbewertung.
Die Ergebnisse zeigen ausserdem, dass 87 Prozent der befragten Mitarbeitenden den Umgang mit der KI aus Neugier und durch Ausprobieren erlernen. Laut Cisco ist dabei der Zugang zu hilfreichen Ressourcen entscheidend für Vertrauen und Akzeptanz.
Auch das Management spielt eine wichtige Rolle: Nutzen direkte Vorgesetzte KI-Tools, verdoppelt sich die Wahrscheinlichkeit, dass auch die Mitarbeitenden diese anwenden. KI-Tools in Team- oder Einzelgesprächen zu erwähnen, bietet zudem Gelegenheiten, Lösungen vorzustellen, Vertrauen aufzubauen und den Einsatz zu normalisieren.
Als Grundlage der Studie diente laut Cisco eine Analyse der KI-Nutzung der 90'000 Mitarbeitenden des Unternehmens zwischen August 2024 und Oktober 2025.
Im Januar hat übrigens McKinsey analysiert, wie die KI Arbeitsabläufe verändert und dabei Kompetenzen, Prozesse und den Lernbedarf neu definiert. Mehr dazu können Sie hier lesen.
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