Walliser Gemeinde Vétroz erholt sich von einem Cyberangriff
Ein IT-Dienstleister der Walliser Gemeinde Vétroz ist Opfer eines Cyberangriffs geworden. Tagelang kämpfte die Gemeindeverwaltung daraufhin mit Betriebsstörungen. Hinter dem Angriff steckt die Hackerbande Akira.
Die Verwaltung der Walliser Gemeinde Vétroz hat stressige Tage hinter sich. Ein IT-Dienstleister der Verwaltung wurde nämlich Opfer eines Cyberangriffs. Danach fielen eine ganze Reihe digitaler Dienste der Verwaltung aus.
In ihrem jüngsten Update – 10 Tage nach Bekanntwerden des Angriffs – gibt die Gemeinde nun Entwarnung: Die meisten Dienstleistungen stünden wieder zur Verfügung, schreibt die Verwaltung am 23. April 2026. Die Schalter, die Einwohnerkontrolle, die Baugenehmigungen sowie die Fachanwendungen seien wieder betriebsbereit. Gearbeitet werde derweil noch an bestimmten Funktionen im Zusammenhang mit Zahlungen und Rechnungsstellung
Aufgrund des Vorfalls mussten die Angestellten kurzfristig mit Ersatzlösungen arbeiten. Dank der Back-up-Mechanismen konnte die Verwaltung inzwischen ihre Systeme wiederherstellen. Ersten Analysen zufolge seien lediglich Daten von etwa zwei Arbeitstagen verlorengegangen, heisst es in der Mitteilung. Derzeit laufen Überprüfungen und erneute Dateneingaben. Ausserdem, fügt die Gemeinde hinzu, seien einige unlängst verschickten E-Mails an die Verwaltung möglicherweise nicht angekommen.
Zum jetzigen Zeitpunkt ist der genaue Verbleib der Daten noch ungewiss. Vétroz führt die forensischen Untersuchungen gemeinsam mit den kantonalen und eidgenössischen Behörden weiter.
Die Verwaltung meldete den Vorfall an den kantonalen Datenschutzbeauftragten sowie an das Bundesamt für Cybersicherheit. Ausserdem erstattete sie bei der Bundesanwaltschaft Anzeige. Dort läuft bereits ein Verfahren gegen die Gruppe Akira, die mutmasslich auch hinter dem Angriff auf die Walliser Gemeinde steckt. Diesem will sich Vétroz nun anschliessen.
Nach Abschluss des Vorfalls will Vétroz die Sicherheitsmassnahmen neu evaluieren, wie es in der Mitteilung heisst.
Das Bundesamt für Cybersicherheit erwähnte Akira auch in seinem Bericht zum 2. Halbjahr 2025. Was dort sonst noch drin steht, erfahren Sie hier.
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