Dieses KI-Modell aus der Schweiz läuft auf einer einzigen GPU
Giotto.AI bringt ein portables KI-Modell auf den Markt. Laut dem Lausanner Start-up benötigt das Modell nur eine einzige GPU. Damit sollen cloud-unabhängige KI-Anwendungen möglich werden.
Das Westschweizer Start-up Giotto.AI lanciert sein erstes allgemeines (general purpose) KI-Modell. Mit Hilfe eines vom gleichen Unternehmen angebotenen Betriebssystems soll sich das KI-Modell auf lokalen Infrastrukturen betreiben lassen, wie einer Mitteilung zu entnehmen ist.
Darin spricht Giotto.AI vom Konzept der "portablen KI" (Portable AI). Es ermögliche Unternehmen, KI-Inferenzfunktionen auf ihren eigenen GPUs statt über zentralisierte Cloud-Infrastrukturen auszuführen. Das neue KI-Modell könne bereits mit einer einzigen GPU betrieben werden und erziele dabei in mehreren Inferenz-Benchmarks (HLE, AIME und MATH) eine hohe Leistung.
"Künstliche Intelligenz bildet den Kern der nächsten industriellen Revolution. Damit Unternehmen und Regierungen wirklich davon profitieren können, müssen sie die Kontrolle darüber haben", erklärt Aldo Podestà, CEO von Giotto.AI.
Das Start-up bietet sein KI-Modell in drei Bereitstellungsmodi an: Softwarelizenz auf den GPUs der Kunden, Zugriff auf gehostete GPU-Kapazitäten oder vorinstallierte Appliances. Für letztere bietet das Unternehmen zwei Ansätze: "Giotto Workstation" richtet sich an Büros, Desktop-Umgebungen und IT-Räume, während "Giotto Server" für Rechenzentren und dedizierte Infrastrukturen gedacht ist.
Laut Giotto.AI richtet sich die Lösung insbesondere an Branchen mit hohen Anforderungen an Sicherheit, Compliance, Souveränität oder Betriebskontinuität. Zum Spektrum gehören die öffentliche Verwaltung, die Verteidigung, das Finanzwesen, das Gesundheitswesen, die Energie und die Telekommunikation.
Die Köpfe hinter Giotto.AI machen nicht zum ersten Mal von sich reden. 2019 präsentierten sie ein Tool zur Visualisierung mathematischer KI-Algorithmen. Mehr darüber erfahren Sie hier.
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