Lausanner Start-up will Kaufverhalten im Detailhandel vorhersagen
Die Lausanner Firma Wecheer lanciert ein KI-Tool, das Werbeaktionen für den physischen Detailhandel optimieren soll. Das kostenlose Tool soll zum Upgrade auf die umfangreichere Bezahlversion animieren.
Das Lausanner Start-up Wecheer stellt ein KI-Tool vor, das sich an Marketingverantwortliche von Konsumgüterherstellern richtet. Die Software namens wecheer.ai soll auf Basis von Verkaufsdaten vorhersagen, welche Werbeaktionen Konsumenten dazu bewegen, ein Produkt in einem physischen Geschäft zu kaufen.
Die Software stützt sich auf einen Datensatz, den das Unternehmen nach eigenen Angaben über neun Jahre aufgebaut hat. Er umfasse 20 Millionen Datenpunkte aus realen Werbekampagnen, heisst es in einer Mitteilung.
Somit will die Firma ein zentrales Problem des Marketings adressieren: die unklare Messbarkeit von Werbeerfolg im stationären Handel, wo anders als im E-Commerce die Verbindung zwischen digitalem Impuls und Kaufentscheidung schwer nachzuvollziehen ist. "Wir sammeln seit neun Jahren Daten darüber, was das Verbraucherverhalten in der physischen Welt tatsächlich antreibt", lässt sich Karim Choueiri, Mitgründer und CEO von Wecheer, in der Mitteilung zitieren.
Karim Choueiri, CEO und Mitgründer von Wecheer. (Source: zVg)
Das kostenlose Tool ist Teil eines Freemium-Modells. Es dient zur Lead-Generierung und soll potenziellen Grosskunden den Wert der Wecheer-Daten demonstrieren. Während das kostenlose Tool strategische Empfehlungen für Kampagnen liefert, ermöglicht die kostenpflichtige Enterprise-Plattform die tatsächliche technische Durchführung, Verwaltung und detaillierte Auswertung dieser Aktionen - inklusive Kaufverifizierung via Kassenbon-Scan und automatisierter Belohnungssysteme.
User können dem KI-Tool Aufgaben stellen, um eine Promotionsstrategie zu entwerfen. Die KI generiert daraufhin Vorschläge für die Art der Aktion, realistische Leistungsziele und Belohnungsstrukturen. Zu den Referenzkunden, die die erweiterte Bezahl-Plattform bereits nutzen, zählt das 2017 gegründete Unternehmen nach eigenen Angaben Grosskonzerne wie Mars Wrigley, Nestlé, Pernod Ricard und Coca-Cola.
Die Bezahlversion kostet monatlich 89 US-Dollar beziehungsweise 59 Dollar bei jährlicher Abrechnung.
KI ist übrigens zum zentralen Treiber für die Transformation im Marketing geworden, wie aus einer Umfrage der japanischen Werbe- und Kommunikationsagentur Dentsu hervorgeht - mehr dazu lesen Sie hier.
Kanton Tessin setzt für Übersetzungen auf Apertus
Nationalrat will digitale Führerscheine einführen
Lausanner Start-up will Kaufverhalten im Detailhandel vorhersagen
Ständerat sagt Ja zu souveräner KI-Infrastruktur
Latticeflow will KI-Risiken für SAP-User steuerbar machen
"Die Verbesserungen steigern die Benutzerfreundlichkeit in hybriden Meeting-Szenarien"
Man nehme einen C64 und mache daraus einen Bass
Ermittler zerschlagen Darknet-Betrugsnetzwerk
Ständerat wünscht sich Digitalisierungsartikel in der Bundesverfassung