Diese Telkos punkten mit günstigen Roaming-Kosten
Es kommt Bewegung in die Roaming-Preise hiesiger Mobilfunkanbieter. Je nach Anwenderprofil kostet die Handynutzung im Ausland 2026 bis zu 70 Prozent weniger als im Vorjahr. Doch laut Moneyland unterscheiden sich die Preise je nach Land und Anbieter stark.
Wer die Sommerferien im Ausland verbringt, könnte danach möglicherweise von der Handyrechnung überrascht werden – und zwar positiv. Denn eine Reihe hiesiger Mobilfunkanbieter senkte unlängst die Tarife für die Handynutzung jenseits der Landesgrenzen.
Im aktuellen Roamingkosten-Vergleich von Moneyland zeigt sich Telekom-Experte Ralf Beyeler zufrieden: "Bei den Roaming-Paketen gibt es in diesem Jahr im Schweizer Markt so viel Bewegung wie seit vielen Jahren nicht mehr", kommentiert er.
Sparpotenzial von über 70 Prozent
Besonders positiv hebt Moneyland die Anbieter Salt und Coop Mobile hervor. Salt fiel in den Moneyland-Vergleichen vergangener Jahren jeweils als eines der teuersten Unternehmen auf. Doch seit vergangenem Sommer lancierte der Telko ein Roaming-Paket für 39 Franken. Es beinhaltet 20 Gigabyte Daten und ist ein Jahr lang gültig. Damit katapultiert sich Salt in mehreren Vergleichen auf die vorderen Plätze. Je nach Nutzung zahlen User damit über 80 Prozent weniger Roaming-Kosten als im Vorjahr, wie Moneyland ausrechnet. Bei Coop Mobile kommt Moneyland ebenfalls auf eine beachtliche Kostensenkung von über 70 Prozent.
M-Tel führt in mehreren Tabellen
Natürlich hängen die tatsächlichen Roaming-Preise von der jeweiligen Nutzung ab. Moneyland verglich denn auch nach drei Mustern: einmal für das "Profil eines typischen Reisenden" (mehrere Destinationen, Anrufe und Daten), einmal rein nach den Kosten von Datenpaketen und einmal die Tarife von 13 spezifischen Ländern.
In den Resultaten hebt Moneyland den Anbieter M-Tel mehrmals positiv hervor: Der Telko ist demnach der günstigste Datenanbieter (durchschnittlich 2.29 Franken pro Gigabyte), vor Spusu und Digital Republic; und M-Tel sei auch die beste Wahl für typische Reisende – hier errechnete Moneyland Kosten von 33.75 Franken, danach folgen Salt, Gomo, Lidl Connect, Post Mobile und Sky Mobile mit je 39 Franken.
Im Vergleich spezifischer Destinationen punktet M-Tel erneut, zumindest in 4 verglichenen Destinationen. In weiteren 5 Ländern landet der Telko auf dem 2. Platz, wie der Vergleichsdienst schreibt. Allerdings sticht M-Tel in weiteren 4 Ländern (Kuba, Thailand, Tunesien und Vietnam ) auch als teuerster Anbieter hervor.
In ganzen 8 der 13 verglichenen Länder ist Spusu der günstigste Telko in Sachen Roaming. In weiteren 3 Ländern landet das Unternehmen auf Platz 2.
Zuerst prüfen, dann surfen
Übrigens senkten nicht ganz alle hiesigen Mobilfunkanbieter ihre Roaming-Gebühren. Namentlich bei den Sunrise-Marken Swype, Lebara und Yallo seien die Preise für EU-Roaming seit fünf Jahren gleich, kommentiert Moneyland.
Selbst mit reduzierten Gebühren gilt weiterhin: Je nach Land und Anbieter unterscheidet sich der durchschnittliche Preis pro Gigabyte stark. Die extremsten Unterschiede machte Moneyland für Vietnam, Montenegro und Thailand aus. Der günstigste Provider verrechnet durchschnittlich 3.91 Franken pro Gigabyte. Beim teuersten Anbieter sind es theoretisch fast 1000 Franken. Das ist 256-mal so viel.
Doch auch in EU-Ländern variieren die Preise stark und reichen von 2.29 bis 10.99 Franken pro Gigabyte.
Somit bleibe ein Thema, bei dem Konsumentinnen und Konsumenten aufpassen müssen, kommentiert Beyeler. "Wer im Ausland einfach lossurft oder das falsche Paket kauft, kann weiterhin in eine Kostenfalle geraten".
Wer eine Reise tut, dem empfiehlt Moneyland, sich vorgängig über Roaming und mögliche Alternativen wie lokale SIM-Karten und Reise-eSIM zu informieren. "Nur wer vor der Reise die Inklusivleistungen seines Abos überprüft und bei Bedarf die passenden Pakete kauft, profitiert von günstigen Preisen", sagt Beyeler.
Lesen Sie auch: Dass Roaming keine Kostenfalle sein sollte, fand auch der Bund. Er setzte zum Sommer 2021 einen Artikel im Fernmeldegesetz in Kraft. Demnach müssen Mobilfunkanbieter ihren Kundinnen und Kunden ermöglichen, eine Roaming-Kostenlimite zu setzen. Die tatsächliche Umsetzung dieser Regel verlief seinerzeit harzig, wie sie hier lesen können.
LG lanciert E-Ink-Display für Innenräume
Vaultica baut Vertriebsteam in der Romandie aus
Wie die Pro-AV-Branche KI und Nachhaltigkeit verbindet
Apple eröffnet Europas erstes Developer Center in Berlin
Diese Telkos punkten mit günstigen Roaming-Kosten
Sika ernennt Chief Digital & Information Officer
Kantonsspital Baden nutzt KI-Avatare zur Patienteninformation
Nationalrat sagt Ja zu Hotline für Opfer von Cyberangriffen
Wie Unternehmen KI-Lösungen erfolgreich skalieren