Umfrage von Yougov Schweiz

Die Schweiz nutzt 5G - doch das Vertrauen hinkt hinterher

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von Tobias Seefeld und dwi

Knapp zwei Drittel der Schweizer Bevölkerung nutzen 5G bereits auf ihrem Handy. Gleichzeitig hält jedoch rund ein Viertel die Mobilfunktechnologie für gesundheitsschädlich. Dies zeigt eine Umfrage von Yougov Schweiz, die zudem Unterschiede zwischen den Sprachregionen und Altersgruppen aufzeigt.

(Source: Manuel Schönfeld / Fotolia.com)
(Source: Manuel Schönfeld / Fotolia.com)

Der Mobilfunkstandard 5G ist in der Schweiz mittlerweile weit verbreitet: 64 Prozent der Schweizer Handy-User nutzen die Technologie bereits. Laut einer Umfrage von Yougov Schweiz sind zudem 25 Prozent der Meinung, dass 5G-Strahlung gesundheitsschädlich ist. Befragt wurden 1008 Schweizerinnen und Schweizer im Alter von 18 bis 79 Jahren befragt, wie das Markt- und Meinungsforschungsinstitut mitteilt.

Die grössten Unterschiede bei der Nutzung von 5G korrelieren laut Umfrage mit dem Einkommen und dem Alter: Unter Personen mit einem monatlichen Haushaltseinkommen über 10'000 Franken nutzen gemäss Yougov 73 Prozent die Technologie, während nur 56 Prozent der Menschen mit einem Einkommen unter 6000 Franken ein Handy besitzen, das 5G unterstützt. Bei den über 60-Jährigen würden ebenfalls 56 Prozent die Technologie nutzen. Bei Personen zwischen 18 und 44 Jahren seien es rund 69 Prozent.

Dennoch gibt es laut Umfrageergebnissen in der jüngsten Altersgruppe (18 bis 29 Jahre) mehr Leute, die Gesundheitsbedenken haben: 33 Prozent der jungen Menschen würden 5G-Strahlung für schädlich halten, wogegen es in den anderen Altersgruppen jeweils etwas über 20 Prozent seien. Mehr Bedenken hätten auch Personen aus der Westschweiz: In der Romandie gelte 5G bei 38 Prozent der Bevölkerung als risikobehaftet, in der Deutschschweiz hingegen nur bei 20 Prozent.

Die Grafik zeigt, welcher Anteil verschiedener Bevölkerungsgruppen 5G für schädlich hält.

(Source: Yougov)

"5G ist in der Schweiz angekommen, aber das Vertrauen hinkt noch hinterher", kommentiert Inna Becher, Head of Real Estate, Industries & Telecommunications bei Yougov Schweiz, die Resultate und ergänzt: "Diese Bedenken sind nicht nur ein Kommunikationsproblem, sondern haben reale Auswirkungen: Sie halten Menschen aktiv von der Nutzung ab. Die Branche muss hier mit Fakten und Transparenz gegensteuern."

 

Übrigens: Ende 2025 stellte Swisscom das 3G-Netz endgültig ab. Jetzt gibt es nur noch 4G und 5G, wie Sie hier lesen können.

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