38'000 Franken Prämien bezahlt

Update: Ethische Hacker finden 6 Bugs im E-Voting-System der Post

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von René Jaun und Tobias Seefeld und dwi

Mit einem jährlichen Intrusionstest prüft die Post die Sicherheit ihres E-Voting-Systems. 2026 meldeten die ethischen Hacker insgesamt 6 Schwachstellen, jedoch keine mit dem Schweregrad "kritisch". Die Post belohnt die Befunde mit Prämien in Höhe von 38'000 Franken.

(Source: freepik / freepik.com)
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Update vom 31.08.2026: "Die digitale Urne bleibt unangetastet" - dieses Fazit zieht die Post nach dem diesjährigen Intrusionstest. Laut der Mitteilung erhielt der Konzern insgesamt 85 Meldungen von ethischen Hackern zu möglichen Schwachstellen in seinem E-Voting-System. Davon konnte die Post 6 Befunde bestätigen. Von diesen bestätigten Bugs hat aber keiner den Schweregrad "kritisch", wie das Unternehmen weiter schreibt. Eine Schwachstelle bewertet die Post mit dem Schweregrad "hoch". Sie "hätte die Verfügbarkeit des Abstimmungsservers beeinträchtigen, jedoch keinen Einfluss auf die Sicherheit der abgegebenen Stimmen haben können", wie es in der Mitteilung heisst. Ein weiterer Befund hat den Schweregrad "mittel", die vier übrigen den Schweregrad "tief".

"Die digitale Urne hielt den Angriffen trotz deutlich höherer Beteiligung stand", fasst die Post zusammen. Insgesamt griffen Hackerinnen und Hacker von 5479 unterschiedlichen IP-Adressen aus 107 Ländern auf die Testumgebung zu - vergangenes Jahr waren es 2600 Adressen.

Die gemeldeten Befunde belohnt die Post mit Bug-Bounty-Prämien von insgesamt 38'000 Franken. 2025 zahlte sie übrigens 500 Franken aus. Damals konnte der Konzern aber auch nur einen Befund bestätigen - und der war nicht sicherheitsrelevant, wie Sie hier lesen können.

 

Originalmeldung vom 07.07.2026:

Post hebt Bug-Bounty-Programm für E-Voting auf neue Stufe

Bereits zum sechsten Mal führt die Post einen öffentlichen Intrusionstest durch, um Schwachstellen im E-Voting-System zu finden. Dazu lädt sie ethische Hackerinnen und Hacker ein, das Abstimmungssystem gezielt anzugreifen, wie das Unternehmen mitteilt. Die diesjährige Ausgabe des Bug-Bounty-Programms finde zwischen dem 6. und 24. Juli 2026 statt.

Wie der Name sagt, erhalten Teilnehmende laut Mitteilung für bestätigte Schwachstellen ("Bugs") eine Belohnung ("Bounty"). Insgesamt seien Belohnungen bis zu 230'000 Euro vorgesehen, zudem gebe es für die drei ersten bestätigten Befunde jeweils eine Prämie von 3000 Euro. In vergangenen Ausgaben des Bug-Bounty-Programms fürs E-Voting zahlte die Post Belohnungen von gesamthaft rund 246'000 Euro aus, wie es in der Mitteilung heisst. Dabei habe bislang niemand eine kritische Sicherheitslücke gefunden - so wurde etwa 2025 bei keinem der 8800 Angriffe die digitale Urne gehackt.

Gemäss Mitteilung gibt es dieses Jahr eine Neuerung beim Intrusionstest: Eine ausgewählte Gruppe von Hackerinnen und Hackern greife eine Version des E-Voting-Systems an, bei der die äusserste Schutzwand der Netzwerksicherheit fehle. So wolle man das System vertieft testen, obwohl es niemals in dieser Form zum Einsatz komme.

 

Abgesehen vom E-Voting bietet die Post noch weitere digitale Dienstleistungen an. Seit dem 1. April 2026 gehört etwa der digitale Brief zur postalischen Grundversorgung - dieser stand jedoch bereits in der Kritik, da die Post die Sendungen auf Google-Servern speichert.

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