KI verändert die Anforderungen an Cybersecurity-Berufe
Die Aufgaben, Arbeitsabläufe und Entscheidungsprozesse im Cybersecurity-Bereich haben sich aufgrund von KI stark verändert. Zu diesem Resultat kommt eine Umfrage der Nonprofit-Organisation ISC2. Demnach gewinnt die Fähigkeit, KI-Ergebnisse zu validieren, zunehmend an Bedeutung.
Künstliche Intelligenz hat die Anforderungen an Mitarbeitende im Bereich der Cybersicherheit tiefgreifend verändert, wobei die Bedeutung menschlicher Kontrolle wieder zunimmt. Zu diesem Schluss kommt eine Umfrage der Nonprofit-Organisation ISC2. Sie befragte 856 Cybersecurity-Fachkräfte, die KI in ihrem Berufsalltag nutzen, wie es in einer Mitteilung heisst.
Ein grosser Zeitfresser im Umgang mit KI ist gemäss der Mitteilung das Überprüfen der Ergebnisse. Knapp zwei Drittel der Befragten gaben an, viel Zeit darauf zu verwenden, die Vertrauenswürdigkeit von KI-Empfehlungen zu beurteilen und KI-Ergebnisse zu validieren.
Die Befragten sind sich dagegen nicht einig, ob arbeitsbedingter Stress durch KI-Einsatz zu- oder abgenommen hat. 48 Prozent fühlen sich laut Mitteilung weniger gestresst, während 32 Prozent über eine höhere Belastung klagen. Auffällig ist dabei: Rund drei Viertel der stärker belasteten Befragten geben an, KI-Ergebnisse häufiger auf ihre Glaubwürdigkeit zu überprüfen. In der weniger gestressten Gruppe trifft dies dagegen nur auf gut die Hälfte zu.
Zudem haben 89 Prozent der Befragten bereits erlebt, dass KI-Empfehlungen in ihrer Organisation zu Fehlern führten. Trotzdem machen Unternehmen nach Angaben von 50 Prozent der Teilnehmenden die verantwortlichen Mitarbeitenden dafür verantwortlich.
"Künstliche Intelligenz ersetzt keine Cybersecurity-Fachkräfte. Sie verändert vielmehr die Anforderungen an den Beruf", sagt Scott Beale, CEO von ISC2, und ergänzt: "Während KI zunehmend wiederkehrende Aufgaben übernimmt und auch komplexe Cybersecurity-Analysen schnell und in grossem Umfang durchführen kann, verlagern sich die Tätigkeiten der Fachkräfte auf anspruchsvollere Aufgaben."
Übrigens: In einem Bericht zur aktuellen Bedrohungslandschaft kommt Swiss Post Cybersecurity zum Schluss, dass sich Cyberangriffe nicht mehr vollständig verhindern lassen. Lesen Sie hier mehr dazu.
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