Cyberangriffe lassen sich nicht mehr vollständig verhindern
Eine vollständige Prävention von Cyberangriffen ist heute nicht mehr möglich. Zu diesem Schluss kommt Swiss Post Cybersecurity. Laut ihrem ersten Threat Landscape Report sollten Unternehmen ihre Fähigkeiten verbessern, Cybervorfälle schnell zu erkennen und darauf zu reagieren.
Es ist für Unternehmen heute nicht mehr möglich, alle Cyberangriffe zu verhindern. Dies ist die ernüchternde Erkenntnis des ersten Threat Landscape Reports von Swiss Post Cybersecurity. Die Resultate liefern einen qualitativen Überblick über die aktuelle Bedrohungslandschaft, wie das Security-Unternehmen mitteilt. Basis dafür sei eine Umfrage, an der 70 Führungspersonen aus den Bereichen IT und Cybersicherheit teilgenommen hätten.
71 Prozent der Befragten gaben laut Mitteilung an, bereits einen Cybervorfall erlebt zu haben. Am häufigsten seien Angriffe mit Malware und Ransomware (26 Prozent) sowie Phishing (23 Prozent). Dabei kämen oftmals Methoden wie Social Engineering und Identitätsdiebstahl zum Einsatz. Zudem besitzen Cyberkriminelle heute zunehmend ihre eigene Infrastruktur und stützen sich nicht mehr auf rein technische Exploits, wie es in der Mitteilung heisst.
Organisieren, protokollieren, investieren
Da es nicht möglich sei, jeden einzelnen Cyberangriff zu verhindern, sollen sich Unternehmen stattdessen damit auseinandersetzen, wie man auf einen Cybervorfall reagiert und diesen schnell bewältigt. Dabei gibt es laut Report mehrere Herausforderungen, die oft unterschätzt werden: So soll man etwa Abläufe und Zuständigkeiten klar regeln und die IT-Infrastruktur für alle in der Cyberabwehr involvierten Akteure transparent organisieren. Zu weitreichende Zugriffsrechte für Service Provider stellen laut Mitteilung ein wachsendes Risiko dar, während eine ungenügende Protokollierung der Unternehmensdaten dazu führt, dass das Schadensausmass bei einem Datenleck gar nicht nachvollziehbar ist. Schliesslich würden viele Organisationen den Aufwand unterschätzen, der für die Wiederherstellung erforderlich sei - in Massnahmen zur Systemrestaurierung zu investieren, ist daher eine der Kernempfehlungen des Reports.

Paul Such, CEO von Swiss Post Cybersecurity. (Source: zVg)
"Für Schweizer Organisationen ist Cybersicherheit mittlerweile ein zentraler Bestandteil des Unternehmensrisikomanagements, der Widerstandsfähigkeit und der Führungssteuerung und nicht mehr nur eine rein technische Disziplin", sagt Paul Such, CEO von Swiss Post Cybersecurity.
Im Juni 2026 fanden übrigens die diesjährigen Hack'Events von Swiss Post Cybersecurity statt, an denen sich die Security-Community über aktuelle Cyberbedrohungen austauschte. Lesen Sie hier mehr dazu.
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