Cyberangriffe in der Schweiz steigen im Mai um 7 Prozent
Die Schweiz verzeichnet im Mai als einziges Land im DACH-Raum einen deutlichen Anstieg auf 1224 wöchentliche Cyberangriffe. Dennoch weist sie weiterhin die tiefsten Werte unter den DACH-Ländern aus.
Die Zahl der wöchentlichen Cyberattacken in der Schweiz ist im Mai 2026 um 7 Prozent auf 1224 gestiegen. Die Schweiz war damit das einzige Land im DACH-Raum mit einem merkbaren Zuwachs, wie der israelische Anbieter von Cybersecurity-Lösungen Check Point mitteilt.
Trotz des Anstiegs liegt die Schweiz weiterhin deutlich unter dem europäischen Durchschnitt von 1737 wöchentlichen Angriffen pro Organisation (+1 Prozent) sowie dem globalen Durchschnitt von 2055 Angriffen (+2 Prozent), wie aus dem Mai-Bericht von Check Point hervorgeht. Innerhalb des DACH-Raums liegen die Schweizer Zahlen demnach weiterhin unter jenen aus Deutschland mit 1318 Angriffen pro Woche und Organisation (-1 Prozent) und deutlich unter jenen aus Österreich mit 1823 Angriffen (+1 Prozent). Auch weltweit lag der Wert mit 2055 Angriffen pro Organisation und Woche im Mai deutlich höher.

Statistik von Check Point mit der durchschnittlichen Anzahl wöchentlicher Cyberangriffe pro Organisation nach Ländern und Regionen für den Mai 2026. (Quelle: zVg)
"Sieben Prozent mehr Angriffe, während die Nachbarländer stagnieren, zeigt uns deutlich: Die Schweiz rückt zunehmend in den Fokus von Cyber-Kriminellen", sagt Marco Pierro, Country Manager Schweiz bei Check Point, zu den aktuellen Zahlen. "Besonders der öffentliche Sektor und das Gesundheitswesen sind betroffen, also Bereiche mit sensiblen Bürgerdaten und kritischer Infrastruktur. Die vergleichsweise moderaten Gesamtzahlen dürfen nicht zu einem falschen Sicherheitsgefühl führen. Wer jetzt in präventive Sicherheitslösungen investiert, die Bedrohungen in Echtzeit erkennen und neutralisieren, verschafft sich einen entscheidenden Vorsprung gegenüber Angreifern, die ihre Strategien permanent weiterentwickeln."

Marco Pierro, Country Manager Schweiz bei Check Point. (Source: zVg)
Bedrohung durch Ransomware bleibt auch im Mai akut
Im Mai 2026 verzeichnete Check Point 698 öffentlich gemeldete Ransomware-Angriffe. Das entspricht einem Anstieg von 48 Prozent gegenüber dem Mai 2025 und markiert den stärksten Jahreszuwachs seit Beginn des laufenden Jahres. Dabei handelt es sich laut Check Point weder um eine isolierte regionale Entwicklung noch um das Werk einzelner Gruppen, sondern um einen "grossflächig beobachtbaren" Trend.
Laut Check Point entfielen 39 Prozent aller gemeldeten Angriffe auf die drei führenden Ransomware-Gruppen "Qilin" (14 Prozent), "The Gentlemen" (10 Prozent) und "Dragonforce" (8 Prozent). Die restlichen 61 Prozent entfielen auf insgesamt 58 weitere aktive Gruppen. Check Point spricht von einer Fragmentierung, die verdeutliche, "wie industrialisiert und wettbewerbsintensiv der Ransomware-Markt geworden" sei.
Bereits im April 2026 zog die Anzahl von Cyberangriffen in der Schweiz an, wie Sie hier nachlesen können.
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