Gartner korrigiert Prognose

Update: Cloud- und RZ-Investitionen jagen IT-Ausgaben in die Höhe

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von Alexia Muanza und Tobias Seefeld und Übersetzung: René Jaun, nki, rja, ahu

Die Ausgaben für IT-Systeme nehmen weltweit stärker zu als gedacht. Gartner aktualisierte daher seine Jahresprognose. Der Marktforscher korrigierte insbesondere die erwarteten Cloud- und RZ-Investitionen nach oben.

(Source: freepik / freepik.com)
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Update vom 5.8.2026: Gartner hat seine Prognosen zu den weltweiten IT-Ausgaben nach oben angepasst. Gemäss den neuen Zahlen des Marktforschungsunternehmens sollen sie 2026 6,37 Billionen US-Dollar erreichen. Im April war Gartner noch von rund 6,3 Billionen US-Dollar ausgegangen. Trifft die aktualisierte Prognose zu, würden die IT-Ausgaben im Vergleich zum Vorjahr um 14,2 Prozent ansteigen.

Haupttreiber für das Wachstum sind Investitionen im Zusammenhang mit Künstlicher Intelligenz, insbesondere in optimierte Infrastrukturen, Cloud-Plattformen und Software. Die übrigen Segmente entwickeln sich vergleichsweise moderat.

822 Milliarden US-Dollar an RZ-Investitionen

Rechenzentrumssysteme bleiben das dynamischste Segment. Die entsprechenden Ausgaben sollen um 62,5 Prozent zulegen. Im April hatte Gartner noch mit einem Wachstum von 55,8 Prozent gerechnet. Das Marktvolumen soll 822 Milliarden US-Dollar erreichen.

Gartner aktualisiert zudem seine Prognose für Infrastructure as a Service (IaaS). Die Ausgaben für diesen Bereich sollen um 29,3 Prozent auf 287 Milliarden US-Dollar steigen.

Schliesslich hebt Gartner auch für den Softwarebereich die Prognose etwas an. Der Marktforscher schätzt Wachstum nun auf 15,5 Prozent, nach 15,1 Prozent in der April-Prognose. Das Marktvolumen soll 1,468 Billionen US-Dollar erreichen. Die Ausgaben für Endgeräte (PCs, Tablets und Smartphones) sollen um 9,8 Prozent zunehmen, nachdem Gartner im April noch von 8,2 Prozent ausgegangen war. Für IT-Dienstleistungen prognostiziert das Unternehmen Ausgaben von 1,570 Billionen US-Dollar, was einem Wachstum von 5,3 Prozent entspricht.

"Der Aufbau der für KI erforderlichen Rechenkapazitäten ist das grösste Infrastrukturprojekt, das die Menschheit je in Angriff genommen hat", lässt sich Distinguished VP Analyst John-David Lovelock zitieren.

Gartner weist in der Mitteilung jedoch auch darauf hin, dass die IT-Budgets weiterhin unter Druck stehen. Gründe dafür sind die Inflation, Schwierigkeiten in den Lieferketten sowie steigende Kosten für Hardware und Speicher.

 

Originalmeldung vom 28.4.2026:

Weltweite IT-Ausgaben steigen 2026 auf über 6 Billionen US-Dollar

 

Die weltweiten IT-Ausgaben nehmen 2026 weiter zu. Nachdem 2025 rund 5,5 Billionen US-Dollar für IT-Systeme ausgegeben wurden, prognostiziert Gartner, dass der Wert dieses Jahr auf rund 6,3 Billionen steigen wird, wie der Marktforscher mitteilt. Das entspreche einer Zunahme von 13,5 Prozent.

IT-Dienstleistungen bleiben laut Mitteilung der Bereich mit den höchsten Ausgaben. Knapp 1,9 Billionen US-Dollar sollen 2026 dafür ausgegeben werden, rund 9 Prozent mehr als im Vorjahr. Darauf folgen gemäss Gartner die Ausgaben für Software, die um 15,1 Prozent auf rund 1,4 Billionen steigen werden.

Das grösste Wachstum prognostiziert der Marktforscher bei Systemen für Datenzentren. Da seien die Ausgaben zwar mit knapp 0,8 Billionen tiefer als in den anderen vier untersuchten Bereichen, doch würden sie dieses Jahr um 55,8 Prozent zunehmen. Bereits 2025 betrug das Wachstum in diesem Bereich 51,6 Prozent - ein Trend, der wohl auf die Bedürfnisse der KI-Infrastruktur zurückzuführen ist, wie Gartner betont.

Das Bild zeigt John-David Lovelock, Analyst und Forschungsleiter bei Gartner.

John-David Lovelock, Analyst und Forschungsleiter bei Gartner. (Source: Screenshot / linkedin.com)

"Mit der zunehmenden Auslastung durch KI-Anwendungen steigen die Investitionen in Datenzentren rapide an, was wiederum zu einer wachsenden Nachfrage nach Hochleistungsrechnern führt", sagt John-David Lovelock, Analyst und Forschungsleiter bei Gartner.

 

Gartner hat kürzlich auch prognostiziert, dass unternehmenseigene KI-Anwendungen in Zukunft bis zu 50 Prozent der Cybersicherheitsvorfälle verursachen werden. Lesen Sie hier mehr dazu.

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