SwissVR Monitor

Schweizer Verwaltungsräten fehlt es an Cyberfachwissen

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von Tobias Seefeld und cka

Aufgrund von KI hat sich die Cyberbedrohungslage in den vergangenen Monaten verschärft - insbesondere KMUs sind stärker betroffen. Über zwei Drittel der Schweizer Verwaltungsräte haben jedoch kein Mitglied mit Cyber- oder IT-Expertise. So fehlt vielen Unternehmen eine Strategie zur Bewältigung KI-gestützter Cyberangriffe.

(Source: TheDigitalArtist / pixabay.com)
(Source: TheDigitalArtist / pixabay.com)

Immer mehr Schweizer Unternehmen sehen sich mit Cyberattacken konfrontiert, wobei die meisten davon heute mithilfe von KI durchgeführt werden. 41 Prozent der Verwaltungsratsmitglieder geben an, dass ihr Unternehmen bereits Opfer eines Cyberangriffs wurde, wie der SwissVR Monitor II / 2026 zeigt. Dafür befragten die Verwaltungsratsvereinigung SwissVR, das Beratungsunternehmen Deloitte und die Hochschule Luzern (HSLU) insgesamt 281 Verwaltungsratsmitglieder aus grossen, mittleren und kleinen Unternehmen.

Im Vergleich mit den Zahlen vom SwissVR Monitor II / 2023, der sich ebenfalls mit Cybersicherheit beschäftigte, haben die Angriffe auf grosse Unternehmen nur geringfügig zugenommen, wie Deloitte mitteilt: Vor drei Jahren waren noch 45 Prozent betroffen, heute sind es 48 Prozent. Einen starken Zuwachs habe es hingegen bei den KMUs gegeben: Während 2023 nur 20 Prozent angaben, Opfer einer Cyberattacke geworden zu sein, beträgt diese Zahl 2026 bereits 37 Prozent - das entspricht beinahe einer Verdoppelung.

Mangelhafte Abwehrstrategie

Obwohl heute bei den meisten Angriffen KI zum Einsatz kommt, sind die meisten Firmen laut dem Monitor nicht darauf vorbereitet. 74 Prozent der Befragten gaben an, dass ihr Unternehmen über keine schriftliche Strategie verfüge, die KI-basierte Cyberangriffe berücksichtige. Zudem hätten 68 Prozent der Verwaltungsräte kein Mitglied mit Expertise im Bereich IT oder Cybersicherheit. Entsprechendes Fachwissen würden die Gremien typischerweise von der Geschäftsleitung (62 Prozent) oder externen Fachpersonen (24 Prozent) beziehen.

Doch zahlreiche der befragten Verwaltungsratsmitglieder wollen sich künftig stärker mit diesen Themen befassen. So planen laut dem Monitor 28 Prozent der Verwaltungsräte, sich in den kommenden 12 Monaten verstärkt mit der Digitalisierung auseinanderzusetzen, und die Themen "IT" sowie "Sicherheitsmanagement einschliesslich Cyberresilienz" sind mit 19 beziehungsweise 18 Prozent neu in den Top 10 der Fokusthemen vertreten.

 

Wer heute in der Cyberabwehr tätig ist, braucht zwingend KI-Kompetenzen. Cisco warnt davor, dass diese insbesondere bei Berufseinsteigern oft fehlen, wie Sie hier lesen können.

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