Personalumbau im Zuge von KI-Investitionen

Microsoft will 60'000 Mitarbeitende mit Abfindungen zum Austritt bewegen

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von Alexia Muanza und Übersetzung: Dylan Windhaber, nki

Microsoft bietet rund 60'000 Mitarbeitenden an, das Unternehmen freiwillig gegen eine Abfindung zu verlassen. Der Konzern baut damit seine Personalstruktur um, während er gleichzeitig seine Investitionen in künstliche Intelligenz und die dafür benötigte Infrastruktur deutlich erhöht.

(Source: ClearCutLtd / pixabay.com)
(Source: ClearCutLtd / pixabay.com)

Microsoft bietet rund 60'000 Mitarbeitenden an, das Unternehmen freiwillig gegen eine Abfindung zu verlassen. Das Programm richtet sich somit an knapp ein Viertel der weltweiten Belegschaft, wie "Business Insider" (Paywall) berichtet. Ende Juni 2026 beschäftigte Microsoft weltweit 223'000 Personen.

In einer internen Mitteilung habe Microsofts Personalchefin Amy Coleman erklärt, das Programm solle den verschiedenen Geschäftsbereichen ermöglichen, ihre Personalbestände flexibler an veränderte Anforderungen anzupassen. Gleichzeitig wolle der Konzern die Entwicklung neuer Kompetenzen und die interne Mobilität fördern.

An dem Programm beteiligen sich unter anderem die Geschäftsbereiche Windows, Xbox und Copilot sowie die Finanzabteilung, wie "Bloomberg" (Paywall) berichtet. Ausgenommen seien hingegen bestimmte Mitarbeitende aus den Bereichen Rechenzentren, Vertrieb, Marketing, Cybersicherheit und Quantencomputing.

KI-Investitionen setzen Budgets unter Druck

Die Umstrukturierung erfolgt zu einer Zeit, in der Microsoft zunehmend in künstliche Intelligenz und Rechenzentren investiert. Trotz mehrerer Entlassungswellen blieb die Zahl der Beschäftigten seit 2022 insgesamt weitgehend stabil. Bereits 2025 kündigte der Konzern die Streichung Tausender Stellen an. Auch im Juli 2026 war bereits die Rede von einem weiteren geplanten Stellenabbau, der weniger als 2,5 Prozent der Beschäftigten betreffen sollte.

Laut "Bloomberg" setzen die steigenden Ausgaben für KI-Infrastruktur die Budgets und Neueinstellungen in anderen Geschäftsbereichen unter Druck.

Bereits im April 2026 hatte Microsoft rund 9000 Mitarbeitenden in den USA eine freiwillige Frühpensionierung angeboten. Das Angebot richtete sich an Beschäftigte, die bestimmte Alters- und Dienstalterskriterien erfüllten. Knapp ein Drittel der Berechtigten habe das Angebot angenommen. Beim neuen Programm rechnet der Konzern laut Bericht mit einer geringeren Beteiligung.

 

Auch bei Swiss Life kommt es zu einem Stellenabbau aufgrund der Digitalisierung. Davon sind rund 600 Backoffice-Stellen in sämtlichen Geschäftsbereichen und Funktionen betroffen, wie Sie hier lesen. 

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