Update: Sunrise baut definitiv Stellen ab - jedoch weniger als zunächst geplant
Sunrise macht Ernst mit dem Stellenabbau: Der Telko will im Rahmen seiner Neuausrichtung 358 betriebsbedingte Kündigungen aussprechen. Ursprünglich standen bis zu 450 Vollzeitstellen zur Diskussion. Damit fällt der Abbau nun etwas geringer aus als zunächst erwogen.
Update vom 26.10.2026: Sunrise bestätigt nun definitiv einen Stellenabbau im Rahmen der Neuausrichtung seines Betriebsmodells. Der Telko baut allerdings weniger Jobs ab als die bis zu 450 Vollzeitstellen, von denen bisher die Rede war. Das Unternehmen werde insgesamt 358 betriebsbedingte Kündigungen aussprechen, heisst es in einer Mitteilung. Das Konsultationsverfahren mit der Arbeitnehmendenvertretung sowie der Gewerkschaft Syndicom sei damit abgeschlossen. Dank Vorschlägen beider Parteien habe Sunrise die Zahl der geplanten Kündigungen reduzieren können.
Für die betroffenen Mitarbeitenden stellt der Telko laut eigenen Angaben einen "starken Sozialplan" bereit, "dessen Leistungen insbesondere für ältere Mitarbeitende im Rahmen des Konsultationsverfahrens erweitert wurden". Des Weiteren biete Sunrise seinen Angestellten in gewissen Bereichen eine freiwillige Austrittsoption an. Für diese gelten gemäss Mitteilung die Bedingungen des erweiterten Sozialplans.
Update vom 13.10.2026:
Sunrise setzt für neues Betriebsmodell auf KI und Automatisierung
Nachdem Sunrise im September den möglichen Abbau von bis zu 450 Vollzeitstellen angekündigt hatte, macht der Telko nun deutlicher, welche Rolle die künstliche Intelligenz bei seiner Transformation spielen soll. Das Unternehmen nennt KI und datenbasierte Automatisierung als "Werkzeuge", die es im Rahmen des neuen Betriebsmodells einsetzen will, wie die "Tribune de Genève" und "24 heures" (Paywall) berichten.
Am Hauptsitz in Opfikon, wo rund 1750 Personen arbeiten, äusserten Mitarbeitende gegenüber den Westschweizer Tamedia-Zeitungen ihre Besorgnis. Insbesondere Funktionen im Zusammenhang mit IT-Projekten, Marketing und Controlling könnten vom anstehenden Stellenabbau betroffen sein, fürchten sie. Sunrise entgegnet, die Umstrukturierung werde sich nicht auf den Hauptsitz allein beschränken, sondern dürfte mehrere Standorte betreffen.
Automatisierung ist für Sunrise nicht gänzlich neu. In einem AWP-Interview verwies CEO André Krause etwa auf CHmobile. Die Günstigmarke werde dank eines weitgehend digitalen Vertriebs und eines grösstenteils automatisierten Kundendienstes mit lediglich "zwei oder drei Mitarbeitenden" betrieben. Sunrise erklärt zudem, dass die beiden jüngsten Werbekampagnen von Yallo vollständig mithilfe von KI konzipiert und umgesetzt worden seien. Weitere KI-Anwendungen nannte Sunrise-CIO Anna Maria Blengino im Sommer 2025 in der Netzwoche.
Originalmeldung vom 21.09.2026:
Sunrise prüft Abbau von bis zu 450 Vollzeitstellen
Erst im Februar 2026 kündigte Sunrise die Entlassung von 147 Angestellten an. Im Rahmen einer geplanten Neuausrichtung des Betriebsmodells könnte es nun erneut zu einem Stellenabbau kommen - und zwar zu einem deutlich grösseren. Mit einer mehrjährigen Transformation will der Telko künftige Markt- und Technologieentwicklungen antizipieren und seine Marktposition stärken, wie Sunrise mitteilt. Ziel seien unter anderem erhebliche Kosteneinsparungen sowie eine gezieltere Ausrichtung der Ressourcen und Kompetenzen auf das Kundenerlebnis, das Netz und die operativen Leistungen.
Eine der Folgen davon könnte der Abbau von bis zu 450 Vollzeitstellen sein. Mitarbeitende in Shops, im Vertrieb und im Kundendienst sollen davon weitgehend ausgenommen werden, schreibt der Telko. Auch Lernende seien von einem allfälligen Stellenabbau vollständig ausgenommen. Zudem prüfe Sunrise seine Zulieferverträge.
Zum möglichen Stellenabbau wolle Sunrise im vierten Quartal 2026 ein Konsultationsverfahren mit der Arbeitnehmendenvertretung und der Gewerkschaft Syndicom durchführen. Weitere Informationen zum geplanten Transformationsprogramm sollen nach Abschluss der Evaluation folgen.
Auch der Schweizer Rüstungskonzern Ruag meldete im September 2026 den potenziellen Abbau von bis zu 49 Stellen an den Standorten Bern, Thun und Emmen. Dabei könnten bis zu 24 Stellen im IT-Bereich betroffen sein. Mehr dazu lesen Sie hier.
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