US-Zwischenwahlen schicken KI-Aktien auf Talfahrt
Der Widerstand gegen neue Rechenzentren in den USA wächst - und bringt auch die Tech-Börse ins Wanken. Nach den US-Zwischenwahlen brechen Technologieaktien massiv ein. Besonders hart trifft es Unternehmen, die vom KI-Boom profitieren.
In den USA wächst der Widerstand gegen Rechenzentren. Nach den US-Zwischenwahlen sind Technologieaktien deutlich eingebrochen. Laut "Bloomberg" (Paywall) haben sie den stärksten Kurssturz seit 2020 verzeichnet. Für Unternehmen, die vom KI-Boom profitieren, sei es gar der "schwärzeste Tag seit Jahren" gewesen, schreibt "Heise".
Der PHLX Semiconductor Sector Index, der die US-Halbleiterindustrie abbildet, sei um mehr als 12 Prozent gefallen. Gemäss "Heise" hat der Index zuletzt zu Beginn der Coronapandemie im März 2020 einen vergleichbaren Tagesverlust verzeichnet. Auch der Nasdaq 100 Index ist "Bloomberg" zufolge um 6,4 Prozent eingebrochen. Dadurch hätten die darin vertretenen Unternehmen insgesamt rund 2,3 Billionen US-Dollar an Börsenwert verloren - der grösste jemals verzeichnete Wertverlust dieser Art. Der S&P 500 sei derweil um 4,4 Prozent gesunken. Einen stärkeren Tagesverlust habe der Index zuletzt im April 2025 verzeichnet, als die von US-Präsident Donald Trump angekündigten Zölle die Märkte erschüttert hätten, schreibt "Bloomberg".
Hinter dem Kurssturz stehen laut "Heise" zunehmende Sorgen um den KI-Boom. In zahlreichen kommunalen Abstimmungen in den USA habe sich die Bevölkerung gegen den Bau neuer KI-Rechenzentren ausgesprochen. Nach den Wahlerfolgen der Demokraten werde nun eine regulatorische Wende erwartet, die den Ausbau von Rechenzentren bremsen könnte. So habe Gina Hinojosa, die künftige Gouverneurin von Texas, bereits ein sofortiges Moratorium für den Bau von Rechenzentren gefordert.
Eine Allianz-Studie zeigt übrigens, dass der KI-Boom nicht nur den Ausbau von Rechenzentren vorantreibt, sondern auch das Risiko von Bränden, Stromausfällen und Betriebsunterbrüchen erhöht. Mehr dazu lesen Sie hier.
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