Das Homeoffice ist (nicht) vorbei
Es ist vorbei. Die Kaffeemaschine daheim wird verstauben; das Schuhwerk wird wieder abgestaubt. Und die Trainerhose wandert zurück in den Kleiderschrank. Das Homeoffice ist vorbei. An seiner Sitzung vom 16. Februar 2022 hob der Bundesrat die Massnahmen zur Bekämpfung der Coronapandemie grösstenteils wieder auf. Mit dem Beschluss kam auch das Ende der Homeoffice-Pflicht. Da ist es doch selbstverständlich, dass Arbeitgeber erwarten, ihre Mitarbeitenden würden voller Vorfreude ins Büro zurückkehren. Oder? Eine Rückkehr zur Normalität, bevor Wörter wie "Lockdown" zum Standardvokabular gehörten.
Wie eine Studie des Onlinestellenportals Jobcloud zeigt, sind aber nur 5 Prozent der Befragten bereit, vollständig auf das Arbeiten von zuhause aus zu verzichten. Die Studie wurde kurz vor dem bundesrätlichen Entscheid veröffentlicht. Sofern die Arbeit von daheim aus machbar ist, wünschen sich demnach mehr als die Hälfte der Mitarbeitenden zwei bis drei Tage im Homeoffice pro Woche. Ein weiteres knappes Viertel der Befragten möchte sogar komplette Flexibilität beim Arbeitsort.
Demgegenüber stehen die Unternehmen. Zwar ist Homeoffice nur für eine Minderheit gar keine Option (10 Prozent der befragten Firmen). Die Bereitschaft zur Flexibilität ist auf Seiten der Unternehmen jedoch wesentlich geringer als seitens der Mitarbeitenden gewünscht. Weniger als zwei Drittel der Firmen wollen ein oder zwei Tage pro Woche im Homeoffice ermöglichen. Nur etwa ein Viertel ist bereit, die Mitarbeitenden mindestens die Hälfte der Arbeitszeit von zuhause aus arbeiten zu lassen. Die von 23 Prozent der Mitarbeitenden gewünschte vollständige Flexibilität wollen nur 10 Prozent der Unternehmen anbieten.
Etwas zeigen diese Zahlen also ganz klar: Es ist vorbei. Nein, gemeint ist nicht das Homeoffice. Vorbei ist die traditionelle Art, zu arbeiten. Während der fast zwei Jahre im Homeoffice entwickelte sich die Art, wie wir arbeiten, weiter. Die Zeit lässt sich nicht einfach zurückdrehen. Der Weg vorwärts ist wohl ein gutschweizerischer Kompromiss. Denn insbesondere in einer vom Fachkräftemangel geplagten Branche wird vermutlich die Flexibilität beim Arbeitsort künftig mitentscheiden, wer die Spezialisten einstellen kann.
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