Bechtle enttäuscht mit Quartalsergebnis
Das Systemhaus Bechtle meldet enttäuschende Ergebnisse für das 3. Quartal und kassiert die Prognose für das Gesamtjahr. Die Investitionszurückhaltung im Mittelstand belastet das Geschäft.
Der Systemhaus-Konzern Bechtle hat nach vorläufigen Zahlen im 3. Quartal 2024 ein Vorsteuerergebnis erzielt, das deutlich unter dem des Vorjahres liegt. Wie Bechtle in einer Ad-hoc-Mitteilung schreibt, verfehlte das Unternehmen damit die eigene Prognose an die Marktentwicklung. Hauptursache sei die anhaltende Investitionszurückhaltung, insbesondere im Mittelstand. Besonders betroffen sind laut Mitteilung die Kernmärkte Deutschland und Frankreich.
Wie bereits im zweiten Quartal zeigte sich demnach das traditionell starke Quartalsende überraschend schwach. Im Vorjahresquartal habe Bechtle von einem grossvolumigen Softwareprojekt profitieren können, das sich positiv auf Umsatz und Ergebnis ausgewirkt habe.
Beim Geschäftsvolumen verzeichnete Bechtle mit etwa 1,890 Milliarden Euro einen Rückgang von etwa 1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Umsatz stieg rund 2 Prozent auf rund 1,510 Milliarden Euro. Das Vorsteuerergebnis (EBT) liegt demnach bei rund 78 Millionen Euro, nach 93,9 Millionen Euro im Vorjahr. Die EBT-Marge werde voraussichtlich 5,2 Prozent betragen, im Vergleich zum noch im März prognostizierten Wert von 5,8 Prozent. Damals sagte Konzernchef Thomas Olemotz im Geschäftsbericht zu den Jahreszahlen 2023, dass sich die "gesamtwirtschaftliche Lage im Jahresverlauf und insbesondere in der zweiten Jahreshälfte sukzessive verbessern wird. Damit sollte auch die Investitionsbereitschaft unserer mittelständischen Kunden wieder zunehmen. Wir haben mehr als einmal bewiesen, dass wir auch in herausfordernden Zeiten profitabel wachsen können". Nun, diesmal scheint es nicht zu klappen.
Angesichts der bisherigen Jahresentwicklung und der auch im 3. Quartal ausgebliebenen konjunkturellen Erholung hält der Vorstand das Erreichen der im Juli angepassten Prognose für unrealistisch. Zwar erwarte der Vorstand eine Verbesserung der Geschäftsentwicklung im vierten Quartal, doch aufgrund der Unsicherheiten sei eine präzise Prognose nicht möglich. Daher werde es auch keine solche für die verbleibenden Wochen des Geschäftsjahres 2024 geben.
Die endgültigen Zahlen zum dritten Quartal will Bechtle am 8. November 2024 veröffentlichen.
Lesen Sie hier, warum sich Bechtle im September ein neues Corporate Design verpasst hat.
Bundesrat muss KI-Auswirkungen aufs Steuersystem untersuchen
Harry Potter meets Bridgerton
AWS setzt für KI-Inferenz auf riesige Chips mit EPFL-Bezug
Malware-Kampagne zielt auf Windows und MacOS
So schleusen Angreifer Schadsoftware über gefälschte Rechnungen ein
Enixen Group übernimmt Sidmar und Datenretter Schweiz
Apple eröffnet zwei neue Flagship-Stores in der Schweiz
Studie deckt massive Sicherheitsrisiken von KI-Agenten auf
Schweizer Onlinehandel wächst 2025 um 6 Prozent