ISE 2026: Diese Messeneuheiten gefallen Secomp besonders
92’170 Personen haben sich in Barcelona die Neuheiten im Bereich Pro-AV an der ISE 2026 angesehen. Thomas Baumann und Daniel Rempfler von Secomp sagen, was für sie die Produkt-Highlights an der Messe waren und wie sie deren Marktpotenzial in der Schweiz bewerten.
Wenn die ISE ihre Tore öffnet, schaut die ganze Pro-AV-Branche auf das emsige Treiben in Barcelona. Die Messe bringt jedes Jahr Hersteller, Distributoren, Integratoren und auch Endkunden zusammen. Dieses Jahr waren 92'170 Besucherinnen und Besucher vor Ort (wie Sie hier nachlesen können). Unter den Gästen war auch ein ganzes Team des Distributors Secomp.
"Ich finde es immer wieder bemerkenswert, dass die ganze Branche hier vertreten ist - sowohl Kunden als auch Hersteller", sagte Thomas Baumann, Head of Sales bei Secomp. "Alle relevanten Entscheider stehen an den Ständen. So können wir uns an den vier Messetagen mit erstaunlich vielen Personen austauschen und unsere Partnerschaften stärken."
"Die ISE ist wie immer gut organisiert und gut besucht", ergänzte Daniel Rempfler, Team Lead & Key Account Manager Pro-AV bei Secomp. Positiv erwähnte er auch, dass es sich bei der ISE nicht um eine öffentliche Messe handelt und man somit die für das Geschäft relevanten Personen treffen kann.
All-in-One-LED mit GSM und Spatial Displays mit 3-D-Effekt
An den Messeständen der Hersteller fielen Rempfler ein paar Lösungen auf, "bei denen man sofort einen Use Case sieht", wie er sagte. Eines dieser Highlights war eine All-in-One-Outdoor-LED-Lösung mit GSM-Modul und einer Bildschirmdiagonale von 43 Zoll; PPDS hatte das Gerät hinter verschlossenen Türen gezeigt.

An der ISE 2026 präsentierte PPDS ein Display, das auf beiden Seiten ein Panel hat. (Source: Netzmedien)
Ein weiteres Highlight, ebenfalls von PPDS, war das doppelseitige Display, das der niederländische Hersteller an seinem Stand präsentierte. "Dieses Gerät könnte man beispielsweise an einem Informationsdesk oder am POS einsetzen; so müsste das Verkaufspersonal nicht ständig den Monitor drehen, um der Kundschaft etwas auf dem Screen zu zeigen", sagte Rempfler, bevor er scherzhaft ergänzte: "Auf diese Idee hätte man eigentlich schon viel früher kommen können."
Baumann blieb derweil das Spatial Display von Samsung als Highlight in Erinnerung. Dieses verfügt über eine spezielle Schicht hinter dem Panel. Für den Betrachter beziehungsweise die Betrachterin entsteht so ein dreidimensionaler räumlicher Effekt, wenn er oder sie vor dem Gerät vorbeiläuft. Der Head of Sales sieht Potenzial für das Produkt im stationären Handel, besonders in der Uhren- und der Schmuckindustrie. "Mit diesen 3-D-Displays können Unternehmen ihre Produkte schön inszenieren und ihnen einen passenden Rahmen geben", sagte er.
Rempfler hob hervor, dass dafür kein grosser Backend-Aufwand nötig ist; die Spatial Displays erfordern keine speziellen Rechner oder Software zur Bildbearbeitung beziehungsweise -generierung. "Den Content kann man mit Samsungs Verwaltungslösung VXT 'out of the box' erstellen", sagte er. Dies sei ein typisches Beispiel dafür, wie Hersteller immer mehr Komplettlösungen präsentieren, sagte Baumann. Also nicht nur Hard- oder Software, sondern die Verzahnung der beiden.

Die Spatial Displays von Samsung erzeugen einen räumlichen 3-D-Effekt durch eine spezielle Schicht hinter dem Screen. (Source: Netzmedien)
E-Paper bleibt eine Preisfrage
Im Vorjahr hatte Secomp-CEO Roland Silvestri noch die zahlreichen E-Paper-Lösungen der verschiedenen Hersteller hervorgehoben, wie Sie hier nachlesen können. Obwohl das Thema 2026 nicht verschwunden war, schien die Euphorie der Hersteller im Vergleich zum Vorjahr aber deutlich abgeflaut zu sein.
Es sei noch immer eine Preisfrage, erklärte Baumann dies - auch Silvestri hatte im Vorjahr erwähnt, dass die Preise relativ hoch seien. "Ich denke schon, dass die Hersteller diese Technologie weiterhin pushen möchten", sagte Baumann. "Sie stehen jedenfalls weiterhin 100-prozentig hinter dieser Technologie und präsentieren in diesem Jahr spannende neue Formate: Samsung etwa zeigte 2026 ein 10 Zoll grosses E-Paper-Display." Die Produktkategorie umfasse somit nun Screens von 10 über 13 bis zu 20 oder 32 Zoll, ergänzte Rempfler. "Ein Hersteller gab zudem einen Vorgeschmack auf eine Outdoor-Variante, die sich noch in Entwicklung befindet."
Was aber noch fehlt, sind die Investitionsfreudigkeit und das Bewusstsein im Markt. Gemäss Rempfler fehlen derzeit die Leuchtturmprojekte, die auch die Vollkostenrechnung transparent aufzeigen.
"Hier liegt es auch an uns - zusammen mit den Herstellern und Integratoren -, das Thema in den Markt zu tragen", sagte Baumann. "In diesen Hallen wird die Nachhaltigkeit an jedem Stand thematisiert. Alle Anbieter reden über den geringen Stromverbrauch ihrer Displays." E-Paper-Geräte benötigen nur beim Bildwechsel Strom, nicht aber bei der Darstellung von Content. Deshalb ist diese Technologie laut Baumann für Unternehmen eine sinnvolle Option, ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen.
Das könnte Sie ebenfalls interessieren: Im Rahmen der ISE hat der Berufsverband MMTS seine Mitglieder zu einem Frühstücksevent eingeladen. Nach einer Begrüssung durch ISE-Chef Mike Blackman gab es News vom Verband - unter anderem über ein neues Berufsbild, wie Sie hier lesen können. Alle weiteren News von der ISE 2026 finden Sie hier im Onlinedossier.
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