Ausgaben für digitale Aussenwerbung steigen um 12 Prozent
Weltweit sind die Werbeausgaben im Bereich Digital-out-of-Home (DooH) im Jahr 2025 um 12 Prozent gestiegen. Ausgaben für klassische Out-of-Home Werbung stiegen weniger stark. Das DooH-Wachstum soll im zweistelligen Bereich bleiben.
Digitale Aussenwerbung (DooH - Digital-out-of-Home) wächst weiter - also Werbung auf grossflächigen Bildschirmen und auf elektronischen Plakaten im öffentlichen Raum. Nach vier Jahren mit zweistelligem Wachstum meldet Marktforscher PQ Media in seinem "Global Digital Out-of-Home Media Forecast 2026-2030" für 2025 wieder ein Wachstum von 12 Prozent.
In den weltweit 20 untersuchten Ländern kletterten die Ausgaben auf rund 27,5 Milliarden US-Dollar. Im Vergleich zum Wachstum von 15,5 Prozent im Vorjahr legt der Markt zwar etwas langsamer zu. Aber PQ Media prognostiziert für das Jahr 2026 wieder ein höheres Wachstum von 15,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
PQ Media begründet das Wachstum mit besseren Tools für den programmatischen Einkauf, KI und smarten Technologien. Wirtschaftliche und geopolitische Unsicherheiten würden das Wachstum jedoch hemmen. So habe der Irankrieg und der Zollstreit zu Lieferproblemen und höheren Kosten bei Werbebildschirmen geführt, teilt PQ Media mit. Das Wachstum in 2026 soll zusätzlich von Grossereignissen profitieren. Die Olympischen Winterspiele in Italien, Wahlen in mehr als 50 Ländern und die Fussball-Weltmeisterschaft in Kanada, Mexiko und den USA haben voraussichtlich die Werbeausgaben angekurbelt, wie PQ Media schreibt.
Auch bei klassischer Out-of-Home-Werbung wie statische Plakate, Poster und Ambient Media seien die Werbeausgaben gestiegen, allerdings schwächer als bei DooH-Werbung. So sei die klassische Out-of-Home-Werbung um 4,1 Prozent auf rund 50 Milliarden Dollar gestiegen. Die grössten Werbemärkte für Out-of-Home-Werbung (klassische und digitale Aussenwerbung zusammen) sind laut dem Marktforscher China, die USA, Japan, das Vereinigte Königreich und Deutschland.

Das Wachstum im DooH-Bereich der vergangenen Jahre. (Source: PQ Media)
Out-of-Home-Werbung ist nur ein kleiner Teil des Medienkonsums
Die digitale und klassische Out-of-Home-Werbung macht im Jahr 2025 etwa 2 Prozent der gesamten Mediennutzung und -Exposition der Menschen aus, wie PQ Media mitteilt. Neben dem Fernsehen, Radiohören, Zeitung- und Bücherlesen, Filmesehen, Videospielen und so weiter verbringen Menschen also 2 Prozent ihrer Zeit mit dem Ansehen von digitaler und klassischer Out-of-Home-Werbung.
Mit dem Ansehen von DooH-Werbung verbrachten Konsumenten laut der Studie im Jahr 2025 im Schnitt 0,45 Stunden pro Woche. Dies sei ein Anstieg um 6,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Konsumenten-Exposition klassischer Out-of-Home-Werbung sank 2025 um 3 Prozent auf 0,67 Stunden pro Woche.
Im globalen Werbemarkt mache die gesamte Out-of-Home-Werbung rund 9 Prozent aus. Die Wachstumsrate des globalen Werbemarktes deckt sich laut der Studie mit dem der Out-of-Home-Werbung. Die Ergebnisse des Berichts basieren auf Marktdaten von 20 Ländern in Nord- und Südamerika, Europa, Asien-Pazifik, dem Nahen Osten und Afrika. Untersucht wurden die Sektoren Strassenwerbung, Kino, Retail, Verkehrsmittel, Gesundheitswesen, Sport und Entertainment und Unternehmens- oder Bildungsumgebungen.
Auch in der Schweiz wächst der DooH-Markt. Mehr dazu lesen Sie hier.
Digiges fordert echte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung fürs E-GD
Lang lädt zum Drohnen-Summit nach Deutschland
Ausgaben für digitale Aussenwerbung steigen um 12 Prozent
Neuer Transistor bringt Hochspannung auf Mikrochip-Niveau
Zwei von drei Schweizer Ransomwareopfern kämpfen mit Datenverschlüsselung
Anthropic bekämpft Missbrauch seiner KI-Modelle
Update: Berner Cybersicherheitsgesetz kommt im November
Nvidia und Palantir wollen Lieferketten mit KI optimieren
Walkthrough durch den schwierigsten Dungeon im Real-Life-Game