Marktbericht

MPS-Anbieter müssen Digitalisierung vorantreiben

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Die Anforderungen an Printing-as-a-Service oder Managed Print Services (MPS) verändern sich. Die Digitalisierung wie auch die Möglichkeiten der Cloud zwingen die Anbieter zum Umdenken. Unternehmen bevorzugen Lieferanten, die Zusammen­arbeit oder IT-Dienstleistungen anbieten.

(Source: industrieblick / Fotolia.com)
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Der Markt für Printing-as-a-Service oder auch Managed Print Services (MPS) verändert sich laufend. Die Möglichkeiten der Digitalisierung und der Cloud führen dazu, dass das traditionelle Druckgeschäft einen immer schwierigeren Stand hat. MPS hingegen haben einen sehr hohen Stellenwert in Unternehmen, wie Andrej Golob, Managing Director Xerox Schweiz, sagt. "Sie sorgen, wenn das Potenzial voll ausgeschöpft wird, für produktive, mobile und agile Mitarbeiter, effektive Arbeitsplätze sowie sichere Daten und Geräte."

In Quocircas Studie "MPS 2019" erklären die Autoren, dass digitale Transformationsinitiativen eines Unternehmens mit breiteren Engagements unterstützt werden können. Unternehmen stellen immer höhere Anforderungen. Sie bevorzugen diejenigen Lieferanten, die einen erweiterten Arbeitsplatz, Kollaborationen und IT-Dienstleistungen anbieten können.

Laut den Studienautoren führt Xerox dank eines der breitesten Serviceportfolios im Bereich der Büro- und Produktionsdruckumgebungen die Gruppe der MPS-Anbieter an. Doch der Vorsprung von Xerox werde kleiner. Besonders HP habe grosse Fortschritte erzielt, da es sein Portfolio an Sicherheitsservices und -lösungen vertieft habe, wie aus der Studie hervorgeht.

Unternehmen planen mehr Ausgaben für MPS

Der globale MPS-Markt werde weiter wachsen, schreiben die Autoren. Insgesamt planten 79 Prozent der Unternehmen eine Erhöhung der MPS-Budgets, was einem Anstieg von 65 Prozent gegenüber den Erwartungen Ende 2018 entspricht. 27 Prozent der Unternehmen planten sogar eine deutliche Erhöhung der Ausgaben.

US-Unternehmen stehen laut Studie den MPS-Budgets am positivsten gegenüber: 84 Prozent erwarten eine Erhöhung der Ausgaben, 6 Prozent mehr als im Vorjahr. Am verhaltensten seien Firmen im Vereinigten Königreich. Hier erwarten nur 16 Prozent einen deutlichen Anstieg.

Die Organisationen schätzen die Vorteile, die sich aus der Implementierung von MPS ergeben. Dazu gehören niedrigere Finanz- und Umweltkosten, die Risikominderung und Unterstützung der digitalen Transformation, wie es in der Studie heisst. Allerdings berichteten nur diejenigen, die die MSP-Dienste vollständig ausgelagert haben, dass sie ihre Kostenziele erreicht hätten. Besonders die Kosten der Verbrauchsmaterialien bereite ihnen Sorge.

Die Synergien zwischen MPS und digitaler Transformation werden allmählich anerkannt. Insgesamt sind 37 Prozent der Unternehmen der Meinung, dass MPS für die digitale Transformation sehr wichtig sei, gegenüber 23 Prozent Ende 2018. Die Nutzung der Digitalisierungsmöglichkeiten werde ein Hauptunterscheidungsmerkmal für die Anbieter bleiben.

Sicherheit, Nachhaltigkeit und Innovation

Fast die Hälfte der Unternehmen sucht laut Studie einen MPS-Anbieter mit Sicherheitsexpertise. Doch für 47 Prozent spielt auch die Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle. MPS-Anbieter, die Nachhaltigkeitsinitiativen unterstützen, hätten 2020 grosse Vorteile, sind die Autoren überzeugt.

Obwohl Sicherheit und Nachhaltigkeit ganz oben auf der Agenda stehen, sei das grundlegende Ziel noch immer die Kostenreduktion. Die Druckhersteller stehen vor dem Dilemma, die Druckumsätze halten und gleichzeitig die Digitalisierung voranzutreiben zu müssen, wie die Autoren der Studie festhalten. Doch sollten diese Ziele nicht als Gegensätze betrachtet werden. Da viele Unternehmen zur Unterstützung von Geschäftsprozessen nach wie vor auf Papier angewiesen sind, sind MPS-Anbieter, die die Effizienz von Geschäftsprozessen steigern und Verschwendung minimieren, am besten für die Zukunft gerüstet, lautet das Fazit der Studie.

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