Nachgefragt bei Bruno Heimerl

Was mit dem neuen Partnerprogramm auf Igel-Partner zukommt

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von Coen Kaat und msc

Ein neuer Schweiz-Chef, ein neuer Besitzer und mehrere Umsatzrekorde. In den vergangenen 12 Monaten war bei Igel einiges los. Country Manager Bruno Heimerl sagt, wie die Geschäfte in der Schweiz laufen, worauf der Channel ein Auge haben sollte und wohin sich der Thin-Client-Markt entwickelt.

Bruno Heimerl, Country Manager Schweiz bei Igel. (Source: zVg)
Bruno Heimerl, Country Manager Schweiz bei Igel. (Source: zVg)

Igel hat ein erfolgreiches Jahr hinter sich gebracht. Der deutsche Anbieter von Thin Clients und Virtualisierungslösungen legte zwar bereits in den vergangen Jahren jeweils zu. "Aber in diesem absoluten Rekordjahr brachen wir mehrere Monats- und auch Quartalsrekorde", sagte Bruno Heimerl, Country Manager Schweiz bei Igel, im Gespräch.

Heimerl wechselte im Juni 2020 zum deutschen Hersteller. "Seitdem läuft das Geschäft noch besser", scherzte er. Konkrete Zahlen und Details dürfe er nicht sagen. Insgesamt sei das Geschäft in der Schweiz aber um 35 Prozent gegenüber dem Vorjahr gewachsen.

"Der Schweizer Markt ist sehr wichtig für Igel", sagte Heimerl. Deutschland sei natürlich das Zugpferd im DACH-Raum. Aber mit über 1500 Kunden folge der Schweizer Markt bald darauf. "Und der hiesige Markt verfügt zudem über ein klares Wachstumspotenzial."

Das Unternehmen profitiert vom Trend, immer mehr Workloads in die Cloud zu verschieben. "Wenn alles virtualisiert ist, braucht man auch kein Windows mehr auf dem Endpoint", sagte Heimerl. "Ein schlankes effizientes Edge-Betriebssystem wie unser Igel OS genügt."

So öffne die Cloud dem Thin-Client-Anbieter viele Türen. "Uns spielt es gar keine Rolle mehr, auf was für eine Hardware unsere Software läuft - die kann von uns kommen, von Lenovo oder auch von Microsoft oder HP. Genau das macht Igel interessant für unsere Kunden und vor allem auch für unsere Partner."

Neue Geschäftsfelder

Das grösste Potenzial für die Partner - Igel macht ausschliesslich indirekte Geschäfte - sieht Heimerl nach wie vor im Gesundheitsbereich. "In dem Bereich ist Igel gross geworden und man könnte meinen, dass der Markt allmählich gesättigt ist. Aber dort verzeichnen wir nach wie vor die grössten Wachstumsraten", sagte der Schweiz-Chef.

Heute ist Igel in verschiedenen Bereichen tätig. Diese Geschäftsfelder seien aber noch nicht alle auf dem gleichen Niveau wie das Gesundheitswesen. "Darum legen wir aktuell beispielsweise den Fokus auf den Finanz- und Insurance-Sektor."

Das Schweizer Team besteht zurzeit aus Heimerl und drei Mitarbeitenden. "Zudem haben wir noch eine offene Stelle im Inside Sales", sagte Heimerl. "Dank unserer Matrix-Organisation beziehen wir die meisten Ressourcen, vor allem für unser Partnergeschäft, aus Deutschland."

Neuer Besitzer

Der Country Manager ist nicht die einzige Neuerung bei Igel. In diesem Jahr kündigte das Unternehmen bereits ein neues Partnerprogramm und auch einen neuen Besitzer an.

Aktuell habe die Übernahme zwar noch keine Auswirkungen auf den Schweizer Standort und dessen vierköpfiges Team gehabt. Aber es habe einen Grund für die Übernahme gegeben: "Igel prüfte damals verschiedene Angebote und entschied sich schliesslich für TA Associates", sagte Heimerl.

Die US-amerikanische Private-Equity-Firma soll Igel etwa dabei helfen, zu wachsen - vor allem auch im amerikanischen Markt. "TA Associates bringt viel Erfahrung und ein solides Ökosystem mit, von dem wir nun natürlich profitieren können."

Neues Partnerprogramm

Das neue Partnerprogramm namens "Igel Velocity" stellte der Hersteller Ende Januar vor, wie Sie hier nachlesen können. Mit den darin enthaltenen exklusiven Zugängen zu Ressourcen wie etwa Vertriebs- und Techniktrainings will Igel seinen Partnern die Arbeit erleichtern.

Ferner schaltete Igel ein neues Partnerportal auf. Ausser Infos und Trainings beziehen, könnten Partner darüber auch Deals registrieren, "was einen gewissen Projektschutz gewährleistet", erklärte Heimerl.

Und wie reagierten die Partner darauf? "Viele fragten sich oder auch mich, wieso es überhaupt ein neues Partnerprogramm braucht?", sagte Heimerl sichtlich amüsiert. Aber da der Markt sich konstant verändere und weiterentwickle, müsse auch das Partnerprogramm von Zeit zu Zeit wieder angepasst werden.

Der Besitzerwechsel und das aktualisierte Partnerprogramm sollen nicht die einzigen Neuerungen in 2021 bleiben. "Wir werden dieses Jahr noch einiges ankündigen!", sagte Heimerl. "Aber was genau, darf ich jetzt noch nicht sagen."

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