Elevate Service Provider Program

Nutanix nimmt MSPs ins Visier und informiert über Multi-Cloud

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von Leslie Haeny und cka

Nutanix hat ein neues Partnerprogramm für Serviceprovider, einschliesslich Managed- und Cloud-Service-Provider, lanciert. Zudem informierte das Unternehmen im Rahmen eines virtuellen Roundtables über den Stand der Cloud in der Schweiz und Deutschland und kommentierte den angekündigten globalen Stellenabbau.

(Source: Nutanix / szimmermann)
(Source: Nutanix / szimmermann)

HCI-Spezialist Nutanix hat mit dem "Elevate Service Provider Program" ein neues Partnerprogramm lanciert. Erstmals bietet Nutanix damit auch ein Programm für Managed Service Provider (MSP). "Das Thema MSP ist ganz neue und eröffnet uns einen weiteren Platz auf dem Spielfeld", sagte Mirko Casarico, Sales Manager Commercial bei Nutanix, gegenüber der Presse. Laut Nutanix ermöglicht das "Elevate Service Provider Program" den Partnern, hochdifferenzierte Hybrid- und Multi-Cloud-Services für ihre Kunden zu entwickeln, bereitzustellen und anzubieten.

Teil des neuen Partnerprogramms sind die zwei Stufen Authorized Service Provider und Professional Service Provider. Erstere umfasse alle Serviceprovider, die Nutanix-Partner werden wollen, sowie diejenigen, die bereits Partner sind und Nutanix-Services an KMUs liefern. Professional Serviceprovider stellen hingegen differenzierte Serviceangebote für grössere Unternehmen bereit.

Mirko Casarico, Sales Manager Commercial bei Nutanix (Source: Screenshot)

Unternehmen, die an einem der Partnerprogramme teilnehmen, erhalten laut Nutanix Trainings, nicht für den Weiterverkauf bestimmte Nutanix-XLAB-Softwarelizenzen sowie Unterstützung bei der Einarbeitung. Professional Serviceprovider erwarteten zudem eine umfassende Einarbeitung inklusive Marketingmaterialien, Fonds zur Entwicklung neuer Marktsegmente, Verkaufstools, zielabhängige finanzieller Anreize und Rabatte sowie ein personalisierter Zugang zum Nutanix-Partnerportal.

 

IT-Services auf Knopfdruck bereitstellen

Als Vorteile für Partner hebt das Unternehmen unter anderem mehr Gewinn dank vereinfachter Preisoptionen und Verzicht auf Mindestumsätze oder verpflichtende Produktkäufe sowie einen geringeren Verwaltungsaufwand hervor. Zudem profitierten Partner von kürzeren Markteinführungszeiten und der Einfachheit von Nutanix-Lösungen. Serviceprovider seien damit in der Lage, IT-Services jeglichen Umfangs auf Knopfdruck bereitzustellen, zu aktualisieren, zu skalieren und mit Funktionen für Autoreparatur und Fehlerbehebung etc. auszustatten, heisst es. "Wir hoffen, dass wir so viele neue Partner gewinnen können, die eine Nutanix-Plattform als Basis für ihre Dienstleistung an ihre Kunden verwenden", kommentierte Casarico das neue Partnerprogramm.

Das "Elevate Service Provider Program" ist ab sofort für Serviceprovider weltweit verfügbar. Neue Partner erhalten das sogenannte "Service Provider Starter Pack". Darin enthalten sind Trainings, Zertifizierungen und die passende Nutanix-Software. Auch das zeitlich limitierte Einführungsangebot ist bereits erhältlich.

 

Die Zukunft gehört der Hybrid und der Multi-Cloud

Zusätzlich zur Ankündigung des neuen Partnerprogramms gab Nutanix in Form eines virtuellen Roundtables Einblicke in den Stand der Cloud in der Schweiz und Deutschland. Laut Peter Goldbrunner, Vice President & General Manager Central Europe bei Nutanix, beschäftigt sich fast jedes Unternehmen abgesehen von der Private Cloud auch mit der Frage, welche Funktionen es aus der Public Cloud beziehen möchte. Dadurch habe sich auch die Rolle der IT-Abteilungen verändert. "Nutanix hilft Unternehmen, eine Brücke von der Private Cloud in die Public Cloud zu bauen", sagte Goldbrunner. Denn mit Nutanix sei es möglich, schrittweise in die Public Cloud zu migrieren.

Peter Goldbrunner, Vice President & General Manager Central Europe bei Nutanix (Source: Screenshot)

Auch in der Schweiz ist die Multi-Cloud in aller Munde, wie Casarico sagte. Hiesige Unternehmen seien vom Ansatz weggekommen, dass alle Geschäftsprozesse in der Public Cloud stattfinden müssten. Die Zukunft gehöre der Hybrid oder der Multi-Cloud.

Zudem brachte Casarico noch den Begriff Smart Cloud ein. "Die smarte Cloud bietet die Flexibilität und Autonomie zu entscheiden, wo welcher Prozess für ein Unternehmen gerade am besten und sinnvollsten angesiedelt ist", erklärte er.

Er gab zudem zu bedenken, dass Unternehmen sich von einem Hardware-zentrischen Ansatz lösen sollten. Stattdessen sollten sie sich die Frage stellen: "Was ist für mich geschäftskritisch und generiert Business-Value?" Darauf basierend gelte es eine Software-zentrische Architektur zu bauen. Die Hardware ist laut dem Sales Manager vor allem Mittel zum Zweck.

Wie Casarico weiter sagte, ist in der Schweiz durch Covid-19 die Nachfrage nach Virtual Desktop Infrastructure (VDI) gestiegen. "Einige Unternehmen wurden durch die Pandemie auf dem falschen Fuss erwischt. Sie mussten von einem Tag auf den anderen neue Konzepte aus dem Boden stampfen." Dank VDI sei es jedoch möglich gewesen auch Mitarbeitenden aus dem Homeoffice schnell und einfach wieder Zugang zu Unternehmensdaten und Prozessen zu gewährleisten.

 

Vom Wiederverkäufer zum Business-Spezialisten

Thomas Huber, Director Channel & OEM Sales Central Europe bei Nutanix, kam ebenfalls auf die Pandemie zu sprechen. "Die Krise ist nicht vorbei, nur weil wir bald alle geimpft sind", sagte er. "Unternehmen müssen sich auch weiterhin Gedanken machen, wie sie Personal effektiver einsetzten und mit dem Mangel an IT-Ressourcen umgehen." Um diese Probleme zu lösen, sei Agilität ein wichtiges Stichwort. "Agilität bedeutet aber auch, dass ich als Unternehmen ein gewisses Risiko eingehe."

Thomas Huber, Director Channel & OEM Sales Central Europe bei Nutanix (Source: Screenshot)

Hier kommen laut Huber die Nutanix-Partner ins Spiel. Denn sie seien es, die mit Kunden Gespräche über solche Themen führten. Partner sind laut Huber schon längst keine klassischen Wiederverkäufer mehr. "Der Partner braucht ein Verständnis für das Business seines Kunden und muss bei der Projektumsetzung effizient arbeiten können", sagte er. Hier unterstütze Nutanix, denn Partner müssten mit den Lösungen des HCI-Spezialisten nicht für jeden Kunden wieder eine komplett neue Cloud-Architektur bauen, da sie von standardisierten Lösungen profitieren könnten.

 

Stellenauf- und -abbau in der DACH-Region

Wie "Channel Observer" Ende Mai berichtete, plant Nutanix global rund 2,5 Prozent der insgesamt 6200 Stellen abzubauen. Auch in der DACH-Region sind Stellen betroffen, wie Peter Goldbrunner bestätigte. "Wenn Unternehmen sehr schnell wachsen - und Nutanix ist sehr schnell gewachsen - muss man regelmässig prüfen, ob man die richtigen Ressourcen an den richtigen Stellen einsetzt", sagte er. Unterm Strich werde es im DACH-Raum aber keine Reduktion sondern eine Verlagerung der Stellen geben, denn Nutanix schaffe hier gleichzeitig neue Arbeitsplätze.

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