FBI warnt vor Betrug an virtuellen Bewerbungsgesprächen
Die US-amerikanische Bundespolizei warnt vor zunehmenden Betrugsversuchen bei virtuellen Bewerbungsgesprächen. Dabei missbrauchen Kriminelle nicht nur fremde Personendaten, sondern auch fremde Gesichter und Stimmen. Möglich machen dies Deepfake-Technologien.
Unternehmen, die ihre Bewerbungsgespräche per Video führen und Mitarbeitende dauerhaft aus dem Homeoffice arbeiten lassen, sollten sich vor Betrügern in Acht nehmen. Denn wie die US-amerikanische Polizeibehörde FBI in einer Warnung schreibt, haben Beschwerden bezüglich gefälschter Bewerbungen zugenommen. Dabei ging es in erster Linie um Stellen aus der Digitalbranche, wie Programmierer, Datenbank- oder Softwarespezialisten. Bei einigen der betroffenen Stellen hätten Mitarbeitende Zugang erhalten zu personenbezogenen Kundendaten, unternehmensinternen Datenbanken oder vertraulichen finanziellen Informationen.
Genau hinsehen lohnt sich
Für die gefälschten Bewerbungen missbrauchen Kriminelle längst nicht mehr nur die persönlichen Daten fremder Personen, sondern auch Gesichter und Stimmen. Möglich machen dies sogenannte Deepfake-Technologien, heisst es beim FBI. Dabei werden Bilder, Video- oder Sprachaufnahmen überzeugend verändert, "um fälschlicherweise vorzutäuschen, dass jemand etwas tut oder sagt, was er in Wirklichkeit nicht getan oder gesagt hat."
In den derart gefälschten Online-Bewerbungsgesprächen stimmen die Handlungen und Lippenbewegungen der Person, die vor der Kamera interviewt wird, nicht vollständig mit dem Ton der sprechenden Person überein, erklärt das FBI. Zudem seien hörbare Aktionen, wie etwa ein Husten oder Niesen, mitunter nicht im Videobild erkennbar.
Wenn selbst Anfänger mit wenigen Ressourcen die Gesichter von Personen in Videos austauschen können, lässt sich damit leicht Schaden anrichten. Deepfakes werden nicht nur eingesetzt, um Fake News zu verbreiten, sondern auch, um an vertrauliche Informationen heranzukommen. Mehr über Deepfakes und ein paar Beispielvideos finden Sie hier.
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