Effizientere OLEDs durch Chlor
Chlor-OLEDs sollen kanadischen Forschern zufolge mindestens doppelt so effizient wie herkömmliche Ausführungen sein.
Für Optoelektronik-Spezialisten der Universität Toronto ist Chlor der Schlüssel zu besseren Flachbildschirmen und effizienterer Beleuchtung. Das Team habe zeigen können, dass eine atomdünne Chlorschicht auf dem gängigen Elektrodenmaterial Indiumzinnoxid die Herstellung von organischen Leuchtdioden (OLEDs) deutlich vereinfache. Die Lichtausbeute steige auch bei sehr grosser Helligkeit. Die Chlor-OLEDs sind den Forschern zufolge mindestens doppelt so effizient sind wie herkömmliche Ausführungen.
Das Problem bei herkömmlichen OLEDs ist, dass die Effizienz mit steigender Helligkeit rapide abfällt", sagt Michael Helander, Doktorand in Toronto. Bei der Neuentwicklung hingegen ist das nicht der Fall, so die Forscher in einem online vorab veröffentlichten Beitrag für das Magazin "Science".
Einfachere Herstellung
Für die Chlor-OLEDs spricht den kanadischen Erfindern zufolge auch ihr verhältnissmässig einfacher Fertigungsprozess. "Unser Chlor-Indiumzinnoxid eliminiert die Notwendigkeit mehrerer gestapelter Schichten wie in traditionellen OLEDs", erklärt Zheng-Hong Lu, Professor im Bereich organische Optoelektronik. So brauche es weniger Fertigungsschritte, was eine günstigere Herstellung bedinge. "Das senkt im Endeffekt Hürden für die Massenfertigung und begünstigt somit den Einsatz von OLEDs in Flachbildschirmen für den Massenmarkt und anderen Beleuchtungssystemen", so Lu weiter.
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