Europas Server-Markt schwächelt
Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Quartalsumsätze am Servermarkt kaum. Das Virtualisierungsgeschäft soll nun den Markt beleben.
Das Wachstum am Servermarkt im EMEA-Raum ist im dritten Quartal dieses Jahres praktisch auf der Stelle getreten: 0,6 Prozent Wachstum im Jahresvergleich meldet IDC diese Woche. Der Gesamtumsatz kletterte so auf 3,2 Milliarden US-Dollar. Allerdings wurden mit 546'883 Einheiten ein Prozent weniger Geräte ausgeliefert als noch ein Jahr zuvor.
Die Auguren heben besonders die hervor, dass die Umsätze in Westeuropa unter dem EMEA-Durchschnitt liegen. Insgesamt habe der westeuropäische Markt 74,8 Prozent der Verkäufe generiert – der niedrigste bisher von den Marktforschern gemessene Wert. Gründe für den schwachen Markt in Westeuropa sieht IDC in Währungsschwankungen. Denn der schwache Euro drücke die ausgewiesenen Umsätze.
x-86-Server beliebt
Aus technischer Sicht erwiesen sich x86-Server als Verkaufsschlager: 98,3 Prozent aller ausgelieferten Server des dritten Quartals basieren auf x86-Technik, was die Umsätze in diesem Segment um 3,5 Prozent auf 2,3 Milliarden Dollar ansteigen liess. Allerdings gingen die ausgelieferte Menge um 0,7 Prozent zurück. Noch stärker ging mit knapp 14 Prozent der Bedarf an alternativen Server-Systemen zurück.
Doch die Marktforscher machen Hoffnung. Das Virtualisierungsgeschäft, besonders im SMB-Segment, werde den Markt in den kommenden Quartalen beleben, glaubt Nathaniel Martinez, Forschungsdirektor in der Enterprise-Server-Gruppe von IDC EMEA.
Oracles und Dells Umsätze wachsen
Bei den Herstellern konnte HP seine Marktführerschaft behaupten, musste aber im Jahresvergleich 5,2 Prozent Umsatzrückgang hinnehmen. IBM, auf Platz Nummer zwei, verlor 4,4 Prozent Umsatz im Jahresvergleich, ebenso Fujitsu, das 4,9 Prozent Umsatz einbüsste. Im Vergleich deutlich zugelegt, hat Oracle. Das Unternehmen von Larry Ellison konnte seinen Umsatz um fast 30 Prozent steigern. Auch Dell konnte seinen Umsatz steigern, um 17,1 Prozent.
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