Samsung klagt gegen LG - wegen OLED-Displays
Samsung hat eine einstweilige Verfügung gegen LG beantragt. Ehemalige Samsung-Mitarbeiter sollen vertrauliche Informationen über OLED-Displays an LG verraten haben.
Samsung hat bei einem Gericht in Seoul eine einstweilige Verfügung gegen LG Electronics beantragt, wie ZDnet.de unter Berufung auf die Yonhap News Agency berichtet. Ehemalige Samsung-Mitarbeiter sollen vertrauliche Informationen über OLED-Displays an LG verraten haben.
Samsung wolle verhindern, dass LG die Daten selber verwende, öffentlich mache oder an Dritte weitergebe. Bei der Klage gehe es unter anderem um 18 Technologien für OLED-Screens.
Ehemalige Samsung-Mitarbeiter
Hintergrund sei ein Verfahren gegen elf Personen, darunter frühere oder aktuelle Mitarbeiter der Forschungsabteilung von Samsung Mobile, schreibt ZDnet.de. Unter anderem sollen die Beklagten bei einem Besuch von Produktionsstätten von Samsung und LG Schaltdiagramme für einen bisher unveröffentlichten 55-Zoll-Amoled-Fernsehen fotografiert haben. Die Speicherkarten hätten sie in ihren Schuhen, Gürteln oder Brieftaschen versteckt. "LG Display hat sich unsere OLED-Technologien und andere Geschäftsgeheimnisse angeeignet, indem sie die Herausgabe durch unsere Forscher veranlasst haben", wird ein Samsung-Sprecher zitiert.
Bereits als die Vorwürfe im vergangenen Juli publik wurden, hat LG die Berichte zurückgewiesen und kommentiert: "Wir brauchen Samsungs Technologie nicht, die ohnehin auf einem gänzlich anderen Display-System beruht".
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