AT&T übernimmt DirecTV für 50 Milliarden
Der amerikanische Telko AT&T übernimmt den US-Fernsehanbieter DirecTV. Die Übernahme ist inzwischen offiziell bestätigt. AT&T zahlt knapp 50 Milliarden US-Dollar für den Satelliten-Fernsehanbieter.
Die Unternehmensspitzen von AT&T und DirecTV haben sich am Sonntag geeinigt. Der US-Telekommunikationskonzern wird der neue Eigentümer des Satelliten-Fernsehanbieters DirecTV. Wie AT&T auf seiner Webseite mitteilt, bietet der Konzern insgesamt 95 US-Dollar pro Aktie. 28,50 in bar und 66,50 in eigenen Anteilen. Insgesamt lässt sich AT&T die Übernahme damit rund 50 Milliarden Dollar kosten.
Die Einigung kam nun schneller Zustande als ursprünglich erwartet, wie Bloomberg berichtet. Die Beteiligten hätten mit längeren Verhandlungen gerechnet. In den vergangenen Tagen habe es allerdings entscheidende Fortschritte bei den Gesprächen über die wichtigsten Punkte gegeben. Zur Übernahme kursierten seit längerem Gerüchte. Sprecher beider Unternehmen hatten sich dem Bericht zufolge aber nicht äussern wollen.
Trotz der Einigung beider Unternehmensführungen muss die US-Regulierungsbehörde Federal Communcations Commission (FCC) dem Zusammenschluss noch zustimmen. Die beiden Unternehmen rechnen mit einem zwölfmonatigen Prüfverfahren.
Satellitennetz von Interesse für AT&T
Vor dem Hintergrund, dass sich in den USA Streamingdienste immer grösserer Beliebtheit erfreuen und die Nutzerzahlen beim Satellitenfernsehen zurück gehen, verwundert die Übernahme allerdings. Denn DirecTV bietet in den USA und in Lateinamerika ausschliesslich Satellitenfernsehen an. Zusätzlich ist das Unternehmen mit 93 Prozent an Sky Brasil beteiligt.
Für AT&T dürfte aber gerade das Satellitennetz von Interesse sein. Damit könnte der Telko im US-Markt wieder stärker Fuss fassen. Umgekehrt könnte DirecTV sein eigenes Angebot auch über die AT&T-Netze verbreiten.
In den USA herrscht zudem derzeit ein harter Kampf um Zuschauer und technische Ressourcen. Erst im Februar hatte der US-Kabelkonzern Comcast Time Warner Cable für 45 Milliarden Dollar zugekauft. Wenn die FCC dieser Übernahme zustimmt, entsteht dadurch ein grosser Konkurrent von AT&T. Nicht zuletzt deshalb prüfte AT&T die Möglichkeiten auf dem europäischen Mobilfunkmarkt. Im Raum stand die Übernahme von Vodafone.
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