Kolumne Körpersprache

Begrüssung

Uhr | Aktualisiert
von Rolf Senger

Körpersprache kann man nicht verstecken. Körpersprache ist universell. Körpersprache kann jeder verstehen lernen. Persönlichkeitstrainer Rolf Senger erklärt wie. In diesem Teil geht es um die Begrüssung.

Rolf Senger ist selbständiger Persönlichkeitstrainer, ­Kommunikationsberater und Verkaufstrainer. (Quelle: Rolf Senger)
Rolf Senger ist selbständiger Persönlichkeitstrainer, ­Kommunikationsberater und Verkaufstrainer. (Quelle: Rolf Senger)

1/10 Sekunde geben Sie Ihrem fremden ­Gegenüber Zeit, sich zu beweisen, dass Sie ihm oder ihr trauen. Nach 5 Sekunden haben Sie Ihre neue Bekanntschaft "schubladisiert"! Nicht!? Beobachten Sie sich einmal. Aber ­ehrlich! Schon Ihr Gehen (es gibt über 40 ­verschiedene Gangarten), kann beim Gegenüber über Sieg oder Niederlage entscheiden. Da für jeden die Körpersprache auch aus den Erfahrungen hervorgeht, kann es sein, dass Sie eine Gangart haben, die Ihr Gegenüber mit einer negativen Erfahrung mit einer Person, die dieselbe Gangart hat, archiviert hat. Sie werden es sehr schwer haben, wieder aus der "Schublade" herauszukommen, in die Sie gesteckt wurden.

Solche Situationen erleben wir täglich, im Privaten, noch öfter in der Geschäftswelt. Meistens treffen diese sehr kurzen Augenblicke, fast schon in der Zeit eines Wimpernschlages zu, wenn wir uns per Handschlag begrüssen. Hier besteht die Möglichkeit, sich wieder zu rehabilitieren, oder sich zumindest wieder in einem anderen Bild erscheinen zu lassen. Wenn Sie auf­recht vor der zu begrüssenden Person stehen, ihr die Hand reichen und nach der Begrüssung mit den Füssen und dem Oberkörper minimal zurückweichen, werden Sie gute Chancen ­haben, dass Sie wieder sympathisch wirken. Bleiben Sie während der Begrüssung und danach fest auf der Stelle stehen, zeigen Sie ­Ihren Standpunkt und auch, dass Sie diesen nicht mehr verlassen möchten. Wenn Sie sich bei der Begrüssung zu weit nach vorne begeben, also in die soziale Abgrenzung Ihres Gegenüber eindringen, könnten Sie als provo­kativ und respektlos wahrgenommen werden. "Den Diener zu machen" bei der Begrüssung ist heute auch noch gern gesehen, jedoch nur in höher gestellten Kreisen oder bei Vorgesetzten, die sich dadurch geschmeichelt fühlen. Bedenken Sie jedoch: Ein Herabsenken des Kopfes macht Sie kleiner, es macht Sie zum Untertan.

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