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"Displays sind wartungsärmer und flexibler als Beamer"

Uhr | Aktualisiert
von Coen Kaat

Digital Signage ist inzwischen überall. Am Bahnhof, im Tram, im Hotel, auf der Strasse. Wo setzt man welche Technologie ein? Sebastian Seyferth von Acer erklärt seinen Standpunkt.

Sebastian Seyferth, Head of PBU bei Acer Schweiz (Quelle: Acer)
Sebastian Seyferth, Head of PBU bei Acer Schweiz (Quelle: Acer)

Display oder Beamer? Welche Technologie übertrumpft die andere im Geschäft mit Digital Signage?

Sebastian Seyferth: Im klassischen Bereich des Digital Signage ist die Displaytechnologie der Projektorlösung vor­zuziehen, da sie weniger wartungsintensiv ist. Darüber hinaus braucht die Displaylösung weitaus weniger Raum als eine ­Projektorlösung und kann sowohl drinnen als auch draussen ­eingesetzt werden.

Was sind die Vor- und Nachteile von Displays und Beamern?

Displays sind wartungsärmer und flexibler, da Projektor und Projektionsfläche in einer Einheit verbaut sind. Displays mit Touch-Funktionalität können genutzt werden, ohne dass ein Schattenwurf entsteht. Dies ist ein entscheidender Unterschied zu der Projektorlösung. Üblicherweise produzieren Displays Bilder mit einem höherem Kontrastverhältnis und mehr Helligkeit, sodass auch tagsüber ein gutes Bild sichtbar ist. Ein grosser Vorteil bei Projektoren ist, dass diese im Hinblick auf die Bildgrösse besonders flexibel sind.

Wo gibt es Chancen für Reseller im Geschäft mit Displays und Beamern für Digital Signage?

Der Markt entwickelt sich in die Richtung grösserer Displays mit Touch-Technologie, die in unterschiedlichen Formaten verfügbar sein werden. Aufgrund der höheren technischen Anforderungen an die Hardware ist eine steigende Nachfrage nach externen Playern für die Displays zu erwarten. Wenn sich ein Unternehmen entscheidet, in ­Digital Signage zu investieren, erstreckt sich das Projekt üblicherweise über einen längeren Zeitraum. In vielen Fällen ist die Digital-Signage-­Lösung skalierbar, sodass sich später weitere Einsatzmöglichkeiten im selben Unternehmen ergeben. Oftmals bedeutet das eine enge Zusammenarbeit mit einem kompetenten Reseller und die daraus resultierende Möglichkeit, auch andere IT-Projekte damit umzusetzen.

Welche Rolle spielen Technologien wie Geschlechts-, Alters- oder Gesichtserkennung?

Diese Technologien bestimmen noch nicht die Gegenwart, werden aber in Zukunft sicher Einzug in den Digital-Signage-Markt halten.

Wie wichtig sind cloudbasierte Back-End-Systeme? Welche Chancen bieten sich hier für den Channel?

Besonders interessant sind Digital-Signage-Projekte, weil sie Hardware und Software in einer Lösung kombinieren. Cloudbasierte Back-End-Systeme haben den Vorteil, dass sie standortunabhängig mit Content "gefüttert" werden können und sich Reseller auch für diese Dienstleistung den Auftrag erteilen lassen können.

Welche Bedeutung hat 4k für die Branche?

Wie in allen Branchen wird sich auch im Bereich Digital Signage das Realisierbare durchsetzen. Hochauflösende Bilder intensivieren das Nutzererlebnis, und sobald eine gewisse Preisgrenze erreicht ist, wird sich die Branche vermehrt mit dieser Technologie beschäftigen. Für die Reseller ist es wichtig, diesen Schritt in der Planungsphase mit einzubeziehen und auf skalierbare Hardware zu setzen. Das betrifft sowohl die Displays und die Player als auch die Software.

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