Antennen bleiben bei Sunrise

Sunrise verkauft Mobilfunkmasten

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Braucht ein Telko auch Mobilfunkmasten? Für Sunrise lautet die Antwort Nein. Der Telko veräussert seine Antennenhalter aus Stahl und Beton an ein Konsortium. Sunrise ist damit in der Schweiz Pionier und in Europas Telko-Geschäft in bester Gesellschaft.

Sunrise-CEO Olaf Swantee. (Quelle: Netzmedien)
Sunrise-CEO Olaf Swantee. (Quelle: Netzmedien)

Provider Sunrise wird seine Mobilfunkmasten veräussern. Mit dem Verkauf seiner insgesamt 2239 Antennenmasten im Wert von 500 Millionen Franken will der Telko Schulden abbauen, in Infrastruktur investieren und sein Filialnetz ausbauen, wie es in einer Mitteilung heisst.

Antennen bleiben im Besitz von Sunrise

Im Vorfeld dieser Transaktion gliederte Sunrise im März dieses Jahres seine Antennenmasten und die dazugehörigen Verträge in die separate rechtliche Einheit namens Swiss Towers aus. Käufer von Swiss Towers ist ein Konsortium unter Führung der spanischen Cellnex Telecom. Zu der Käufergruppe gehören auch Swiss Life Asset Managers und Deutsche Telekom Capital Partners.

Die Übernahme erfolgt vorbehaltlich der Zustimmung der Fusionskontrollbehörden. Eine weitere Auflage sieht den Bau weiterer Antennenmasten durch Sunrise vor.

Die Transaktion betrifft die passive Netzinfrastruktur, also vorwiegend Stahl- und Betonkonstruktionen. Das Tafelsilber, die gesamte aktive Mobilnetzinfrastruktur, bleibt weiterhin bei Sunrise, wie das Unternehmen betont.

Kein ungewöhnlicher Schritt

Der Verkauf kommt nicht unangekündigt. Sunrise hatte Anfang des Jahres bereits öffentlich über einen Verkauf seiner Masten nachgedacht. In der Schweiz geht Sunrise diesen Schritt als erster der drei grossen Provider. In anderen europäischen Ländern ist der Verkauf und das anschliessende Leasing der Infrastruktur hingegen verbreitet, wie die Handelszeitung berichtet.

In Frankreich beispielsweise verkaufte der Telko Bouygues Masten in ländlichen Gegenden an Cellnex und mietet diese. Auch Telecom Italia, die spanische Telefonica, die niederländische KPN oder die in Moskau gegründete Vimpelcom evaluierten laut Handelszeitung einen Verkauf ihrer Masten oder haben diese bereits veräussert.

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